Schülerinnen und Schüler der IGS Gerhard Ertl zu Gast bei unseren französischen Freunden

Im Mai reisten 15 motivierte sowie interessierte Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs Französisch der IGS Gerhard Ertl nach Cosne-Cours-sur-Loire, Burgund. Begleitet wurde die Gruppe von den Organisatorinnen des deutsch-französischen Schüleraustauschs Frau Kunz und Frau Schwarz.

Am Montag, dem 08. Mai 2017, traten 15 Schülerinnen und Schüler der IGS Gerhard Ertl am Bahnhof in Sprendlingen ihre weite Reise zu den beiden französischen Partnerschulen in Burgund an. Im Voraus wurden über mehrere Monate zahlreiche Briefe sowie Textnachrichten ausgetauscht – bereits im April hatten die Schülerinnen und Schüler aus den Collèges Claude Tillier und Collège René Cassin (Pierre Vaux) die Teilnehmer in Deutschland besucht. Doch die Aufregung war kurz vor Reiseantritt dennoch spürbar. Eine elfstündige Zugfahrt und häufiges Umsteigen konnten die Freude der Gruppe jedoch nicht trüben, als die Gastfamilien die Kinder endlich in Cosne-Cours-sur-Loire in Empfang nahmen.

Eine Woche lang hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, die französische Kultur, das Schulsystem sowie die Lebensweise der Gastfamilien kennenzulernen. Neben der Teilnahme am Unterricht hatten die verantwortlichen Lehrerinnen aus Frankreich, Madame Berger und Madame Jacquet, ein ansprechendes und vielfältiges Rahmenprogramm zusammengestellt, durch das die Teilnehmer des Austauschs mit ihren Austauschpartnern in Kontakt kommen konnten und das Eis demnach schnell gebrochen war.

Nach der ersten Nacht in den Familien fuhr die Gruppe zu einer mittelalterlichen Festungsanlage namens Guédelon, wo die Austauschpartner den Steinmetzen oder Seilern bei der Arbeit zusehen und einen Einblick in den Bau einer Festung um 1200 n.Chr. gewinnen konnten. Am zweiten Tag in Frankreich standen mehrere Stunden Unterrichtshospitation und ein Projekt zum Thema Märchen auf dem Programm. Den darauffolgenden Tag verbrachte die Gruppe im Zoo in Beauval, wo neben dem Erlernen von Tier- oder Pflanzennamen besonders der Spaß im Vordergrund stand. Die Seehundeschau oder exotische Tiere wie Pandas, Giraffen oder Koalas konnten die Schülerinnen und Schüler besonders in ihren Bann ziehen. Am letzten Programmtag arbeitete die Gruppe an ihrem Märchenprojekt weiter und erfreute sich an einem gemeinsamen Picknick. Am Abend fand dann in den Räumlichkeiten einer der Partnerschulen ein Empfang mit diversen Köstlichkeiten statt, zu dem auch die Eltern eingeladen waren. So hatten die Kinder Gelegenheit, ihre Märchenprojekte voller Stolz zu präsentieren: Die Austauschpartner hatten gemeinsam Märchen in Comics umgewandelt, mit wunderschönen Zeichnungen illustriert und unterschiedliche Textabschnitte bilingual adaptiert.

Die deutsch-französische Schülergruppe, die im Laufe der Woche von Tag zu Tag mehr zusammengewachsen war, vergoss am darauffolgenden Samstag in den frühen Morgenstunden einige Tränen, als die Lernenden der IGS den langen Heimweg antraten. Nachdem im Laufe der Woche Freundschaften geknüpft und sprachliche Hindernisse sowie Hemmungen abgebaut wurden, hatten die Lehrerinnen allerdings noch ein kleines Highlight für die Gruppe in der Hinterhand: Der Rückweg mit dem Zug führte über Paris und die Wartezeit machte es möglich, die Gruppe zum Eiffelturm zu führen, um dort die Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein mit direktem Blick auf das imposante Bauwerk zu verbringen. Dieses Parisgefühl rundete die Woche der interkulturellen Eindrücke in besonderem Maße ab.