IGS Gerhard Ertl zeigt musikalische Bandbreite - Kammermusik in der Alten Synagoge

„Musizieren im kleinen Kreis und in kleiner Besetzung – das unterscheidet Kammermusik von den großen Musikaufführungen in Kirche oder Theater,“ erklärte Musiklehrer Tobias Jung den Gästen und Mitwirkenden des ersten Kammermusikabends der IGS Gerhard Ertl. In der „Alten Synagoge“ in Sprendlingen fand man dafür den geeigneten Rahmen.

Das eigentlich Besondere an diesem Abend aber war die Zusammensetzung der Interpreten: Aus allen Bereichen der Schulgemeinschaft – angefangen mit dem Schulleiter, der neuen Schulsekretärin, vielen Lehrern und natürlich Schülerinnen und Schülern - präsentierten die Mitwirkenden Beiträge, die Musik für jeden Geschmack boten und den Abend zu einem schönen Erlebnis werden ließen.

Dass ein Kammermusikabend durchaus nicht nur Klassisches bieten muss, bewies als erster Schulleiter Michael Kuhn (Klavier und Gesang) mit dem Swingklassiker „Stormy Weather“. Im Anschluss interpretierte Sarah Ladwig (9b) sehr gefühlvoll Buckley/Cohens Ballade „Halleluja“. Gemeinsam mit Mika Faust (Gitarre und Gesang) erfreute sie im Laufe des Abends das Publikum noch mit drei weiteren bekannten Popsongs und erinnerte mit ihrer Stimme dabei an die berühmte Tracy Chapman.

Wie bei vielen Musikveranstaltungen der IGS Gerhard Ertl bewiesen auch an diesem Abend die Geschwister Schweitzer mit zahlreichen Beiträgen ihr musikalisches Talent. Marc-Philippe (Geige) und Josua-Daniel (Klavier) starteten mit dem berühmten „Ave Maria“ von Charles Gounod; Sarah-Michelle (Klavier) präsentierte schwungvoll den Walzer in As-Dur von Johannes Brahms und gemeinsam mit ihrem Bruder Pierre-Nathanael (Trompete) brachten sie danach „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach zu Gehör.

Auch der Chor der IGS Gerhard Ertl – bestehend aus Lehrern und Schülern – zeigte sein Können und unterhielt die Zuhörer mit dem schwedischen Lied „Vem kann segla forutan vind“ und mit Mozarts „Piu non si trovano“.

Mit zwei Stücken aus dem Klavierzyklus des russischen Komponisten Alexander Skrjabin, die zu den pianistisch besonders anspruchsvollen Werken gehören, erweiterte Stephan Herz das musikalische Spektrum des Abends. Von dieser Musik der Spätromantik führten danach Tobias Jung (Posaune) und Sonja Klinger (Sprecherin) in die Zeit des Barock mit Variationen über das Lied „Es ist ein Schnitter, der heißt Tod“.

Einen besonderen gelungenen „Einstand“ in die Schulgemeinschaft gab die neue Schulsekretärin Viola Holzmann mit er Interpretation von Natasha Bedingfields Hit „Soulmate“. Zum Abschluss dieses abwechslungsreichen Abends musizierte die Band der IGS mit der Solistin Anna-Lena Usinger (7a). Der herzliche und kräftige Abschlussbeifall des stets aufmerksamen, wenn auch leider nicht sehr zahlreichen, Publikums bewies, dass dieser Abend sicherlich eine Fortsetzung erfahren wird.