Integration am Kochtopf - Leistungskurs Sozialkunde zeigt gesellschaftliches Engagement

Mit gemeinsamem Kochen und Essen kann man einiges erreichen! Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Sozialkunde an der IGS Gerhard Ertl haben dies erkannt und auch gleich in die Tat umgesetzt. Unter dem Motto „Integration am Kochtopf“ bieten sie sonntags im Sprendlinger Jugendzentrum nicht nur ein Mittagessen, sondern auch Kommunikation, Kennenlernen und Spaß an.

„Eigentlich haben wir dabei zwei Ziele“, erklärt Moritz Daschner „es geht uns einmal darum, ein konkretes Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu setzen und wir wollen auf diese Weise auch den Kontakt mit Flüchtlingen stärken und einen Beitrag zur Integration leisten“.

Die Lebensmittel, welche die Schülerinnen und Schüler in ein leckeres Mittagessen verwandeln, werden dankenswerterweise vom Sprendlinger Rewe-Markt gespendet. Dabei handelt es sich in erster Linie und frische Ware wie Obst und Gemüse oder Lebensmittel, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum in der kommenden Zeit abläuft.

„ Wir haben am letzten Sonntag eine Karottensuppe, Spagetti mit Pesto gekocht und danach gab es einen Obstsalat - und allen hat es gut geschmeckt“, freut sich Susanna Krollmann, welche ebenfalls aktiv in diesem Projekt mitarbeitet. „Dabei ist es sehr schön zu erleben, dass die Kommunikation untereinander direkt intensiver wird.“

Die Teilnehmer des ersten Sonntagsmenüs waren – neben den Kursteilnehmern – hauptsächlich Flüchtlingskinder, welche an der IGS unterrichtet werden. Aber die Gruppe plant, auch ganze Familien zu erreichen und denkt dabei nicht nur an Asylbewerber. „Schön wäre es, wenn auch andere Bedürftige dieses Angebot annehmen würden“, sind sich Moritz und Susanna einig.

Motiviert wurden die Schüler durch die Teilnahme an dem Seminar „ Politische Partizipation“. Kursleiter Oliver Henning stellt fest: „ Es ist toll zu erleben, dass die Teilnahme an einem Seminar nicht nur graue Theorie bleibt, sondern auch ganz konkrete, positive Folgen hat. Das ist gesellschaftliches Engagement in Bestform“.

Wenn das Projekt weiter guten Zulauf hat, planen die Schülerinnen und Schüler schon jetzt eine Ausweitung: „Wir könnten uns gut vorstellen, das Ganze auch im Gensinger Jugendzentrum durchzuführen“, skizzieren Moritz und Susanna ihre Pläne für die Zukunft.