Language Learning Futures Lab - Medieneinsatz im Englischunterricht

Das Vokabellernen muss natürlich immer noch sein- aber ansonsten hat viel Neues Einzug in den Englischunterricht gehalten: An der IGS Gerhard Ertl arbeiteten Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen im sogenannten „Lehr-Lern-Forschungslabor“, einem Projekt der Universität Mainz, das die Weiterentwicklung des schulischen Fremdsprachenunterrichts zum Ziel hat.

Die Englischbücher bleiben bei dieser Art des Arbeitens weggepackt, denn Schwerpunkt ist der Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Mit ihren Tablets arbeiteten die Schüler dabei am Thema Civil Rights Movement - der Bürgerrechtsbewegung in den Vereinigten Staaten.

„Als iPad-Schule bringen wir dafür von der technischen Seite die besten Voraussetzungen mit“, fasst Englischlehrer Christian Bauer zusammen, „ für den Unterricht ist die Differenzierung, welche durch diese Arbeitsform möglich wird, ein großer Vorteil.“

Vorbereitet wurden die Themen von Studierenden des Fachbereichs Englisch als i-Book, in das Video- und Audio-Sequenzen, Frageteile und vieles mehr eingearbeitet waren. Und natürlich verlief auch das Nachschlagen von Vokabeln war auf diese Weise schnell und unkompliziert. Die Schüler bestimmten darüber hinaus ihr individuelles Arbeitstempo, sie konnten gemeinsam an den Aufgaben arbeiten, sogar Gruppenarbeiten von zu Hause aus waren möglich.

„Neu für die Schüler war, dass der Unterricht mit mehreren Kameras für eine spätere Analyse des Unterrichtsgeschehens gefilmt wurde“, erläutert Christian Bauer, der mit dem Ergebnis des ersten gemeinsamen Projekts sehr zufrieden war. Eine Fortsetzung und Vertiefung dieses modernen unterrichtlichen Ansatzes ist deshalb angedacht.

Das Projekt der Englischdidaktik der Johannes Gutenberg-Universität steht unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Meyer. Gemeinsam mit Studierenden, Fachseminaren und Referendaren sowie Partnerschulen werden Konzepte für die mediengestützte Weiterentwicklung des schulischen Fremdsprachenunterrichts konzipiert, getestet und evaluiert. Das Lehr-Lern-Forschungslabor wird im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.