Was kommt nach dem Abitur? - Intensive Berufsvorbereitung für die Oberstufe

Abitur und danach studieren – das ist natürlich eine Option – aber noch lange nicht alles! Im Rahmen der Berufsorientierung der IGS Gerhard Ertl in Sprendlingen werden auch die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe (MSS) umfassend über die zahlreichen Möglichkeiten zur späteren Berufswahl informiert.

Um die vielen Angebote kennenzulernen und erste persönliche Kontakte zu knüpfen, erhielten die Sprendlinger Schülerinnen und Schüler im Februar Besuch von ein Team der Berufsmesse „Vocatium“. Zur Vorbereitung auf den Messebesuch erhielten sie ein Messehandbuch mit vielen wichtigen Informationen zu den Ausstellern und zum Messeablauf, aber auch die Möglichkeit, bis zu vier verbindliche Termine für Einzelgespräche zu vereinbaren.

„Die Messe, die im Mai in Mainz stattfindet, bietet den Schülern die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch mit Unternehmen, Hochschulen und Institutionen über ihre künftigen beruflichen Möglichkeiten zu informieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen“, fasst Oliver Henning, Koordinator der Berufsorientierung Sekundarstufe II, das Ziel der Veranstaltung zusammen.

Schon im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 die Johannes-Gutenberg Universität Mainz besucht. Spannend war selbstverständlich zunächst das Hineinschnuppern in das Campusleben, wichtiger aber waren für die Sprendlinger Schüler die eigens eingerichteten Informationsveranstaltungen. Zu erfahren gab es viel: Wie ist ein Studium aufgebaut, welche Inhalte werden vermittelt, welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, welche Abschlüsse gibt es? Besonders interessant war dann die Teilnahme an regulären Vorlesungen oder Seminaren in ihrem Wunschfach.

„Richtig cool“, fand Yannik Brilmeyer in der von ihm besuchten Vorlesung den Professor für Wirtschaftsinformatik. „Er hat alles gut verständlich und mit Humor erklärt, sodass jeder gut mitkam“. Yannik hat mit Wirtschaftsinformatik auch schon sein zukünftiges Studienfach gefunden, das er über ein Duales Studium absolvieren will.

„Mich hat als erstes die Größe der Uni und die Menge der Studierenden beeindruckt“, resümierte Anna Weiler. „Ich habe eine Vorlesung der Wirtschaftswissenschaften besucht, in der allein rund 1000 Personen saßen. Auch Jana fand den Tag der offenen Tür an der Universität sehr aufschlussreich und hilfreich. „In den Politikwissenschaften hat man uns zum Beispiel ganz offen und ehrlich gesagt, dass man in diesem Fach nicht automatisch auf einen Beruf hin studiert, sondern gut überlegen muss, was man mit dem Studium einmal anfangen will“.

Rund 12.000 Schülerinnen und Schüler besuchten in diesem Jahr am „Tag der offenen Tür“ die Johannes-Gutenberg-Universität und erhielten einen ersten Einblick in das Studienangebot. Die Universität Mainz hat derzeit rund 37.000 Studierende und gehört damit zu den zwölf größten Universitäten Deutschlands.