Das iPad-Projekt

IGS Gerhard Ertl ist iPad-Schule - und Vorreiter in Rheinland-Pfalz

In ihrer Begrüßung betonte Landrätin Dorothea Schäfer, dass die erste komplette Vollausstattung aller Klassen und Lehrenden einer Schule auch für den Kreis etwas Besonderes sei. Seit 2014 habe die Kreisverwaltung Mainz-Bingen allein in Tablet-Projekte rund 1,3 Mio. Euro investiert. Zudem lobte die Landrätin ausdrücklich das große Engagement, das die Schulgemeinschaft der IGS beim Einsatz moderner Medien zeigt.

Die Vorreiterrolle des Landkreises Mainz-Bingen hob auch Referatskoordinator Stephan Pfurtscheller vom Pädagogischen Landesinstitut in einer kurzen Rede hervor. Seit 2007 gebe es das Programm „Medienkompetenz macht Schule“, das die Digitalisierung der Schulen in Rheinland-Pfalz aktiv vorantreibe. Die Ausstattung aller Schüler einer Schule mit iPads – wie nun an der IGS Gerhard Ertl - sei einmalig in ganz Rheinland-Pfalz und sogar bundesweit vermutlich selten.

Der Leiter der IGS Gerhard Ertl, Direktor Michael H. Kuhn, der das Projekt iPad-Schule seit langem forciert, zeigte sich stolz und zufrieden: „ Der Schulstandort Sprendlingen hat heute eine „Leuchtturmfunktion“ in der rheinland-pfälzischen Schullandschaft übernommen“, kommentierte er mit einem Augenzwinkern die nun komplette Ausstattung seiner Schülerinnen und Schüler mit den modernen Tablet-PCs. Kuhn bedankte sich noch einmal beim Schulträger und den dortigen Verantwortlichen, welche mit den notwendigen Investitionen diesen Schritt zu neuen und modernen Wegen des Lernens möglich gemacht hatten.

„Digitale Bildung sehe ich als eine der Schlüsselkompetenzen an, die nicht nur an die aktuelle Lebenswelt von Schülerinnen und Schüler anknüpft, sondern auch einen wichtigen Grundstein für das spätere Berufsleben legt.“, so Schulleiter Michael H. Kuhn, der mit den bisherigen Erfahrungen in seiner Schule bereits sehr zufrieden ist. „Ganz besonders herzlich möchte ich an dieser Stelle noch unserem Schulträger, der Kreisverwaltung Mainz-Bingen und den dortigen Verantwortlichen, danken, welche uns diese Innovation mit der notwendigen Investitionsbereitschaft überhaupt erst möglich gemacht haben.“

Mit den iPads werden viele Arbeitsschritte im Unterricht nicht nur einfacher, sondern können auch genauer erledigt werden: Beispielsweise verläuft das Dokumentieren von Experimenten mit der Tablet-Kamera und der Videoschnitt-Software iMovie sehr einfach und schnell, das genaue Beobachten wird zusätzlich geschult. Die Präsentation eigener Ergebnisse oder Arbeiten kann multimedial, vernetzt und interaktiv gestaltet werden, so dass ein Vielfaches an Möglichkeiten entsteht.

Nicht zu vergessen sind natürlich die Lehrkräfte der Sprendlinger Schule, für die zur Einarbeitung Studientage veranstaltet wurden, welche den Umgang mit den Geräten, die Einsatzmöglichkeiten und die Chancen aufzeigen, welche das Arbeiten mit digitaler Technik für die Lernenden bietet. In einer Kooperation mit dem Fachbereich Englisch der Johannes Gutenberg Universität Mainz wurden bereits Apps für spezifische Unterrichtsinhalte entwickelt.

Die IGS Gerhard Ertl in Sprendlingen liegt mit ihrer Ausstattung an moderner IT-Technik um einige Jahre vor der gesamtschulischen Entwicklung. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka kündigte im Herbst 2016 an, alle Schulen bis 2021 mit Computern, Tablets und leistungsfähigen Internetzugängen ausstatten zu wollen. Da kann man sich in Sprendlingen beruhigt zurücklehnen - bereits erledigt :)