Berufsorientierung: Neuntklässler besuchen die Vocatium in Mainz

von J. Neumann und M. Metzler

Am 29. April 2026 besuchte die gesamte Jahrgangsstufe 9 gemeinsam mit ihren Tutorinnen und Tutoren die Ausbildungs- und Studienmesse Vocatium in der Halle 45 in Mainz. Die Vocatium ist eine Fachmesse für Ausbildung und Studium, bei der Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, direkt mit Unternehmen, Hochschulen und Institutionen ins Gespräch zu kommen und sich gezielt über berufliche Perspektiven zu informieren.
 
Bereits am Vormittag trafen sich die Schülerinnen und Schüler entweder am Mainzer Hauptbahnhof oder direkt an der Messehalle. Vor Ort erwartete sie ein abwechslungsreiches Angebot rund um Ausbildung, Studium und berufliche Perspektiven. Besonders wertvoll waren die im Vorfeld vereinbarten Gesprächstermine mit verschiedenen Ausstellern. So konnten die Jugendlichen gezielt Berufe und Ausbildungswege kennenlernen, die ihren persönlichen Interessen entsprechen. Gespräche fanden unter anderem zu den Berufsfeldern Justizfachwirt/in, Polizeivollzugsdienst, Chemielaborant/in, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r oder Koch/Köchin statt.
 
Neben den festen Terminen bot die Messe zahlreiche Vorträge zu aktuellen Themen der Berufs- und Arbeitswelt. Dabei ging es beispielsweise um Studienmöglichkeiten bei der Bundeswehr oder um die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Berufe der Zukunft beeinflusst. Auch zwischen den Gesprächen nutzten viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich eigenständig an den Messeständen zu informieren und mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Unternehmen und Einrichtungen ins Gespräch zu kommen.
 
Besonders gut kamen bei den Jugendlichen die interaktiven Angebote und Mitmachaktionen an – etwa ein Lidl-Simulator oder die Möglichkeit, selbst Handcreme herzustellen. Natürlich durften auch die beliebten Werbegeschenke wie Taschen, Süßigkeiten oder kleine Informationsmaterialien nicht fehlen.
 
Die Berufs- und Studienorientierung hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert. Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler frühzeitig dabei unterstützen, eigene Interessen und Stärken zu entdecken und passende berufliche Perspektiven zu entwickeln. Der Besuch der Vocatium ist deshalb ein wichtiger Baustein unseres schulischen Konzepts zur Berufsorientierung. Durch direkte Begegnungen mit Unternehmen, Hochschulen und Ausbildungsbetrieben erhalten die Jugendlichen wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt und können wichtige Erfahrungen für ihre Zukunft sammeln.
 
Auch in diesem Jahr fiel das Fazit des Messebesuchs sehr positiv aus. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die begleitenden Lehrkräfte nahmen viele interessante Eindrücke, neue Ideen und wertvolle Informationen mit. Die Vocatium bot erneut zahlreiche Möglichkeiten, berufliche Perspektiven kennenzulernen und erste Kontakte für den weiteren Berufsweg zu knüpfen. 




von K. Diehl-Knieriemen 12. Mai 2026
Die Ski-Exkursion des Wahlpflichtfaches Sport und Gesundheit für die Jahrgänge 7 und 8 führte in diesem Winter nach Mallnitz, Österreich. Mit dabei waren 46 Schülerinnen und Schüler, vier Lehrkräfte (Frau Otto, Herr Brandenburg, Herr Fougeron und Herr Selig) sowie Skilehrerin Larissa. Komfortabel kamen die Wintersportler in 2er- bis 5er-Zimmern in der Hotel-Pension „Bellevue“ unter. Vor allem die Tatsache, dass jedes Zimmer ein eigenes Bad hatte, wurde als echtes Plus hervorgehoben. Ein weiterer Vorteil laut Rückmeldungen der Teilnehmenden: „Die Lage war auch sehr praktisch, weil man nur wenige Meter zum Bus laufen musste und dann mit dem Bus direkt vor die Piste gefahren werden konnte Das Skigebiet lag nur sieben Minuten mit dem Skibus entfernt – eine super Lage für täglich frische Pistenkilometer. Und die Skinovizen stellten sich beim Lernen der neuen Sportart sehr gut an. Bereits am zweiten Tag konnten alle Teilnehmenden den Schlepplift sicher nutzen; „und am Ende sind sogar einige schwarze Piste gefahren“, wie stolz berichtet wurde. Auch wenn nicht alle Schülerinnen und Schüler dieses Stadium erreichten, zeigten sich die Skiausbilder am Ende der Woche hochzufrieden mit dem Lernfortschritt. Ein besonderes Highlight war der Abstecher auf den Mölltaler Gletscher am vierten Tag über 2000 Meter, der einen fantastischen Panoramablick auf die Berge bot, wie eine Schülerin berichtete. Bei Kaiserwetter genossen alle das weite Alpenpanorama und strahlende Gesichter. Aber auch das Freizeitprogramm abseits der Piste konnte sich sehen lassen: Die Abende waren dem Miteinander gewidmet: gemeinsames Programm mit Pistenengeln, Brettspielen, Vorführungen und Lehrer Schüler Duellen. „Mein Highlight war, das wir am vorletzten Abend einen Discoabend gemacht haben und alle Spaß hatten und getanzt haben“, schildert eine Schülerin und eine andere Teilnehmerin: „Der Diskoabend am letzten Tag war auch eines meiner Highlights, da man all die Probleme vergessen konnte und einfach zusammen Spaß hatte“. Solche Aktionen stärkten nicht nur die Gemeinschaft, sondern förderten auch Teamgeist und Selbstvertrauen: „Die Fahrt war insgesamt sehr gut und hilfreich, da man neue Kontakte knüpfen konnte und man sein Skikönnen verbessern konnte.“, resümierte ein weiterer Teilnehmer. Nicht alles lief perfekt: Nebel und Schneefall trübten zwischendurch die Sicht auf den Bergen – „Die schlechte Sicht auf den Bergen, wenn es nebelig ist oder es schneit, war mein negativstes Erlebnis“, berichtet eine Schülerin ehrlich. Dennoch überwogen die positiven Erfahrungen: „Es hat sehr viel Spaß gemacht und man hat aufregende Dinge erlebt. Mein Highlight war es, mit Freunden zusammen Skifahren und Spaß zu haben.“ Viele lobten außerdem die ruhigen Pisten: „Das Skigebiet war auch toll, es war wenig los und man hatte von oben eine schöne Aussicht.“ Zusammengefasst war die Fahrt „aufregend, spaßig und sehr unterhaltsam, da man zusammen lachen konnte und es sehr viel Spaß gemacht hat, mit Freunden Ski zu fahren.“ Diese Woche in Mallnitz bleibt als sportliches Erlebnis und als stärkende Gemeinschaftsreise in Erinnerung.
von K. Diehl-Knieriemen 12. Mai 2026
Am Mittwoch, den 15.04.2026, begegnete die MSS 12 der IGS Gerhard Ertl in der Aula der IGS Ingelheim einem Stück gelebter Geschichte: Mieczysław Grochowski, 1939 in Pommern (heute Polen) geboren, berichtet als Zeitzeuge von seinen Erfahrungen unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Im Alter von vier Jahren wurde er mit seiner Familie in das Internierungs- und Arbeitslager Lebrechtsdorf-Potulitz verschleppt und erlebte dort eine Kindheit geprägt von Hunger, Krankheit, Angst und der ständigen Bedrohung durch Gewalt. Gemeinsam mit ihren Tutoren Frau Baum und Frau Lüdicke trafen sich die Schülerinnen und Schüler vor dem Haupteingang und bereiten das Gespräch in einer kurzen Vorbesprechung vor. Das eigentliche Zeitzeugengespräch begann dann um 19:00 Uhr mit einem bewegenden Trompetensolo von Herrn Grochowski. Wie die Teilnehmenden später erfuhren, hatte er als Erwachsener die Trompete kennengelernt und so eine Leidenschaft für das Instrument entwickelt, dass viele Jahre davon leben konnte Trompete zu spielen. Doch bis er diese Phase in seinem Leben erreichte, war es ein langer und steiniger Weg. Weil sein Vater sich als überzeugter Pole weigerte die Volksliste der deutschen Besatzer zu unterschreiben, wurde er mit seiner Familie in ein Lager deportiert, wo sie knapp zwei Jahre leben musst. Der Vater, der in ein anderes Lager kam, starb dort, während Mieczslaw das Lager mit seiner Mutter und einer Schwester knapp überlebte. Lebhaft und in fast akzentfreiem Deutsch schilderte der sechsundachtzigjährige von Krankheit, Hunger und Entbehrungen in dieser schlimmen Zeit. Die persönlichen Erinnerungen von Herrn Grochowski machten die systematischen Folgen der nationalsozialistischen Diktatur für Millionen von Menschen in Europa greifbar. Das Gespräch eröffnete einen unmittelbaren Zugang zur Geschichte und stärkte das historische Bewusstsein – zugleich lud es dazu ein, über Demokratie, Menschenwürde, Verantwortung sowie den Umgang mit Ausgrenzung und Diskriminierung nachzudenken. Damit bildet der Abend auch eine inhaltliche Brücke und Vorbereitung auf die Gedenkstättenfahrt der Schülerinnen und Schüler die in der MSS 13 stattfinden soll. Wir danken Herrn Grochowski für seine Bereitschaft, zu berichten – und unseren Schülerinnen und Schülern für ihre Aufmerksamkeit und ihr respektvolles Auftreten. Außerdem der IGS Ingelheim für die Gastfreundschaft und freundliche Einladung der Schülerinnen und Schüler aus Sprendlingen. Des Weiteren der Max Kolbe Stiftung und dem Bistum Mainz, die die Zeitzeugengespräche vermittelt und organisiert hatten. Es war eine wichtige und beeindruckende Begegnung.
von von Marilena Brandstädter, Lucy Keller (Schülerinnen Jahrgang 10) 12. Mai 2026
Der WPF-Tag der 9. Klassen wurde für die Französischkurse von Frau Lüdicke und Herrn Fougeron zu einem ganz besonderen Erlebnis. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in die französische Stadt Metz, um dort einen spannenden und lehrreichen Tag zu verbringen. Früh am Morgen trafen wir uns am Busbahnhof der Schule, sodass wir pünktlich um 8 Uhr starten konnten. Nach der Ankunft in Metz erwartete uns eine abwechslungsreiche Rallye durch die Stadt. In Kleingruppen sollten wir kreative Fotos machen sowie Fragen auf Französisch stellen und beantworten. Eine besondere Herausforderung bestand darin, eine Büroklammer gegen andere Gegenstände einzutauschen – mit dem Ziel, am Ende etwas möglichst Originelles oder Nützliches zu erhalten. Die Gruppen, bestehend aus drei bis sechs Schülerinnen, machten sich motiviert auf den Weg. Dabei konnten wir nicht nur unsere Französischkenntnisse anwenden, sondern auch unsere Kommunikationsfähigkeit unter Beweis stellen. Überraschenderweise trafen wir auch auf einige deutschsprachige Passantinnen, was uns an manchen Stellen zusätzlich unterstützte. Zudem arbeiteten die Gruppen teilweise zusammen, um die verschiedenen Stationen erfolgreich zu bewältigen. Für die insgesamt zehn Stationen hatten wir etwa viereinhalb Stunden Zeit. Anschließend trafen wir uns wie vereinbart vor der beeindruckenden Kathedrale von Metz, um unsere ertauschten Gegenstände zu präsentieren. Die Ergebnisse waren vielfältig: Von einem Gitarren-Pick bis hin zu einem Hut war alles dabei. Bevor wir die Rückreise antraten, hielten wir den gelungenen Tag noch mit einem gemeinsamen Gruppenfoto fest. Insgesamt war der Ausflug nach Metz eine bereichernde Erfahrung, die uns nicht nur sprachlich weitergebracht, sondern auch viel Spaß gemacht hat – ein Tag, den wir sicherlich noch lange in Erinnerung behalten werden.
von Britta London 12. Mai 2026
Im Dezember 2024 startete der Öko-Kurs von Frau Klinger in der Thema „Recycling und Nachhaltigkeit“. Im Januar 2025 trat eine neue EU-Richtlinie zur Entsorgung von Textilien in Kraft, mit der sich die Schülerinnen und Schüler intensiver beschäftigten. Das Ziel der Verordnung ist die Reduzierung von Textilmüll. Es darf nur noch kaputte Kleidung über den heimische Restmüll entsorgt werden, noch tragbare Kleidung muss in den Altkleidercontainer oder einer Second-Hand-Stelle abgegeben werden. Und so überlegte sich der Öko-Kurs, dass sie bzw. ihre Lehrkräfte doch selbst einmal Zuhause schauen könnten, ob sie Kleidung besitzen, die sie nicht mehr tragen, aber jemand anderem vielleicht noch Freude bereiten könnte. So entstand langsam, aber sicher die Idee zur Kleiderbörse, die schließlich auch in der Teilnahme am BundesUmweltWettbewerb 2026 mündete ( wir drücken euch weiterhin die Daumen!). Das Projekt, dessen Ziel es ist, Fast Fashion zu vermeiden, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Unter der Leitung von Frau Klinger konnten die Schülerinnen und Schüler schon sechs Mal die Türen der Kleiderbörse öffnen und bereits 180 € an Spenden für die Kinderkrebshilfe Mainz e.V. ( https://www.kinderkrebshilfe-mainz.de ) sammeln. Und auch die Idee der Nachhaltigkeit kommt langsam, aber sicher in den Köpfen an: Es ist toll, dass jemand mit der eigenen abgelegten Kleidung etwas anfangen kann und vielleicht wird für dein einen oder die andere das eigene Lieblingsstück, aus dem man rausgewachsen ist, doch auch noch mal etwas ganz Besonderes. Besucht doch auch ihr mal die Kleiderbörse: Hier findet sich Ausgefallenes, aber auch gediegenere Kleidung. Jeder, ob Schüler, Elternteil oder Kollege, ist herzlich willkommen, dieses tolle Projekt zu unterstützen.
von A. Spika und K.Diehl-Knieriemen 13. April 2026
Anfang 2026 nahm unsere Schule erneut am Landeswettbewerb Latein teil — dem Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler, die Latein ab Klasse 11 lernen. Wie in den vergangenen Jahren bereiteten sich die Teilnehmenden sorgfältig vor und setzten sich intensiv mit dem diesjährigen Thema auseinander: „Du bist, was du machst — wie Arbeit uns definiert“. Martine G. und Pierre‑Nathanel S. lasen zu Beginn des Jahres die vorgeschlagene Leseliste und bereiteten sich so auf die Aufgaben vor. Am Dienstag, den 24. Februar, schrieben sie eine 180‑minütige Klausur zum Thema. Bereits das KI‑generierte Bild von Cicero als Einstieg bot einen reizvollen Zugang zur Thematik: Es verband die antike Perspektive mit aktuellen Debatten — man denke nur an Diskussionen um Arbeitszeit und berufliche Identität, wie sie beispielsweise in der politischen Debatte um Herrn Merz geführt werden. Die Prüfungsaufgaben verlangten neben der Übersetzung von Ciceros Texten ein interpretierendes Auseinandersetzen mit einem antiken „Beruferanking“ und dessen Bedeutungen für heute. Die intensive Vorbereitung zahlte sich aus: Am 11. März erhielten wir die erfreuliche Nachricht, dass sich Pierre‑Nathanel unter den vier diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern befindet. Die offizielle Ehrung fand am 26. März an der IGS Kastellaun statt — landschaftlich reizvoll gelegen und diesjähriger Gastgeber der Preisverleihung. (2024 hatte unsere Schule die Preisverleihung als Gesamtsieger 2023 ausgerichtet, ggf. Link zur Berichterstattung der Veranstaltung). Die intensive Vorbereitung zahlte sich aus: Am 11. März erhielten wir die erfreuliche Nachricht, dass sich Pierre‑Nathanel unter den vier diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern befindet. Die offizielle Ehrung fand am 26. März an der IGS Kastellaun statt — landschaftlich reizvoll gelegen und diesjähriger Gastgeber der Preisverleihung. (2024 hatte unsere Schule die Preisverleihung als Gesamtsieger 2023 ausgerichtet, ggf. Link zur Berichterstattung der Veranstaltung). Leider überschneiden sich Terminplanungen manchmal: Die Preisverleihung in Kastellaun kollidierte mit unserer Akademischen Feier, bei der Pierre-Nathanel sein Abiturzeugnis erhalten sollte. Dennoch nahm der Schüler am 26. März zumindest am Workshop teil, in dem sich die Preisträgerinnen und Preisträger kennenlernten und gemeinsam eine Collage zum Thema „Arbeit und Identität“ gestalteten. Bei der anschließenden feierlichen Preisverleihung nahm stellvertretend sein Lateinlehrer, Herr Spika, zunächst den Preis entgegen, da Pierre‑Nathanel bereits zur Bandprobe für die akademische Feier zurückgekehrt war. Im Rahmen der Akademischen Feier konnte Pierre‑Nathanel dann dennoch seine Auszeichnungen persönlich entgegennehmen: die Urkunde des Bildungsministers des Landes Rheinland‑Pfalz, Herrn Dr. Teuber, die Urkunde der Vorsitzenden des Philologenverbands, Cornelia Schwartz, sowie einen Scheck über 100 Euro Preisgeld. Besonders hervorzuheben ist, dass Pierre‑Nathanel mit einem Sonderpreis für die beste deutsche Übersetzung ausgezeichnet wurde — eine Leistung, die sein sprachliches Verständnis und seine interpretatorische Genauigkeit eindrucksvoll unterstreicht.  Wir gratulieren Pierre‑Nathanel herzlich zu seinem großen Erfolg! Sein Ergebnis ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich Engagement und gründliche Vorbereitung auszahlen. Gleichzeitig danken wir Martine G. und allen weiteren Teilnehmenden für ihren Einsatz im Fach Latein sowie Herrn Spika für seine Begleitung und Unterstützung. Solche Wettbewerbsteilnahmen stärken nicht nur die sprachlichen Kompetenzen, sondern fördern auch kritisches Denken und das Bewusstsein für die Relevanz antiker Texte in heutigen gesellschaftlichen Debatten. Wir freuen uns auf die nächsten Wettbewerbsrunden und wünschen allen Schülerinnen und Schülern weiterhin viel Erfolg und Freude am Lateinunterricht.
von K. Diehl-Knieriemen 13. April 2026
Mit festlicher Stimmung, Musikbeiträgen und persönlichen Worten hat die IGS Gerhard Ertl ihre diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet. Im Mittelpunkt standen 45 junge Menschen, die mit dem bestandenen Abitur einen bedeutenden Meilenstein erreicht haben – darunter 22 Mädchen und 23 Jungs. Besonders stolz waren Lehrkräfte und Schulleitung auf die Traumnote 1,0, die das beste Zeugnis des Jahrgangs krönte. Doch nicht nur die Noten sorgten für Freude – in Reden und Grußworten wurde der starke Zusammenhalt der Stufe, ihr gesellschaftliches Engagement und die Widerstandskraft in herausfordernden Zeiten hervorgehoben. Durch das Programm führte ein entspannter und fröhlicher Jonas Körber, der zunächst den wunderbaren Schulleiter Herrn Kuhn ankündigte. Dieser verwies auf die weiterhin unruhigen Zeiten und eine Welt in der jeder eine Meinung, aber wenige Menschen eine Ahnung hätten. Dies treffe allerdings nicht auf den Jahrgang zu, den er besonders noch einmal beim mündlichen Abitur erleben durfte. Dabei habe er einen ungeheuren Kampfgeist erlebt, aber auch viel Mut und Zusammenhalt, weswegen er die Abiturienten stolz entlasse. Der Vorsitzende des SEBs Herr Dudenhöfer dankte Lehrkräften und Eltern für die Unterstützung. Mit dem ungewöhnlichen Bild „Das Leben ist eine Kuh“ brachte er zum Ausdruck, dass Mühe und Einsatz erforderlich sind, um Etwas (Milch) im Leben zu erreichen. Außerdem sei es wichtig, seine Mitmenschen nicht aus dem Blick zu verlieren und denen zu helfen, denen es schlechter geht. Auch dies ein wichtiger Hinweis in unseren unruhigen Zeiten. Frau Hoder, die Leiterin der MSS, ging in ihrer Rede feiern auf das Abimotto ein: „Die Götter verlassen den Olymp“. Nachdem die Schülerinnen und Schüler nun den Gipfel der Weisheit erklommen hätten, dürften sie den Pavillonolymp in Richtung Welt verlassen. Sie wünschte dem Jahrgang Resilienz statt Perfektion, Mut, Geduld und Mitgefühl auf ihrem weiteren Weg. Den olympischen Faden griffen auch Johanna Christ und Sidney Steckler in ihrer Schülerinnenrede auf. Sie beschrieben die Schulzeit des Jahrgangs als Heldenreise, an der die Rednerinnen allerdings erst ab der elften Klasse teilgenommen hatten. Der Jahrgang habe einen engen Zusammenhalt gehabt, sei aber offen genug für die Hinzugekommenen gewesen. Sie würdigten vor allem die Kursfahrt nach Prag als fantastisches gemeinsames Erlebnis, dass ihnen Kraft für den Endgegner AFB II gegeben habe. Sie seien gespannt aufs nächste Kapitel der Heldenreise und freute sich darauf. Im Anschluss wurden zahlreiche Preise vergeben: Mit dem Preis des Bildungsministers für besonderes soziales Engagement wurde Martine Gimbel geehrt. Die physikalische Gesellschaft ehrte gleich fünf Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen. Im Fach Mathematik wurde Yoseef Alshareef für seine herausragenden Leistungen geehrt, die seine Lehrkraft Frau Baum das ein oder andere Mal zum Schwitzen gebracht hatten. Den Preis im Fach Kunst erhielt Fayrouze Ayadi für besondere Leistungen gewürdigt und in Sozialkunde Michelle Schwarz. Herr Theobald würdigte Emiliy Biermanns Leistungen und Pierre Natanael Schweizer wurde von die Fachschaft Geografie ausgezeichnet. Daneben konnte ihm Herr Spika voller Stolz den Preis für die beste Übersetzung beim Landeswettbewerb Latein überreichen, den Piere Nathanael Schweizer am selben Nachmittag in Kastellaun erhalten hatte. Den feierlichen Rahmen der Veranstaltung bildeten zwei wunderbare musikalische Beiträge der eigens für den Anlass gegründeten Abiturband. Herr Heimer, Frau Klinger und Frau Lichter begleiteten Janosch Gallinat an der Tuba, Piere-Nathanael Schweizer an der Trompete und Tim Eisenkolb am Schlagzeug. Der Gesang kam von der wunderbaren Sidney Steckler, die sich mit der gecoverten Version von „Valerie“ als zweite Amy Winhouse präsentierte. Nach der Rede der Stammkursleiterinnen Frau Baum, Frau Öppling und Frau Trippel und des Stammkursleiter Herr Kerner, die ebenfalls in Anspielung auf das Motto des Jahrgangs konstatierten „Zeus hätte es nicht besser machen können“, erreichte die Feierstunde ihren Höhepunkt: die Übergabe der Abiturzeugnisse durch die Stammkursleitungen – ein Moment, in dem Anspannung, Erleichterung und Stolz gleichermaßen spürbar waren. Viele begleitende Gesten, vom tosenden Applaus bis zu ehrlichen Umarmungen, machten die Wertschätzung füreinander deutlich. Mit ihrem Abschluss an der IGS Gerhard Ertl öffnen sich den 45 Absolventinnen und Absolventen vielfältige Wege. Die Schule verabschiedet sie mit dem Vertrauen, dass sie die Zukunft tatkräftig mitgestalten werden – kompetent, verantwortungsvoll und menschlich.  Zum Schluss ein herzliches Dankeschön an Alle, die die Veranstaltung möglich gemacht haben. Zu nennen sind neben allen Vortragenden, die Technik Ag und die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 12, die den Sektausschank organisierten. Außerdem die Gastschüler aus Spanien, die gemeinsam mit ihren Gastgebern aus Rheinhessen fantastische Tapas zubereitet hatten und diese im Anschluss verteilten. Außerdem danken wir dem Fotografen Tom Peitz für die tollen Fotos, die es uns ermöglichen das Veranstaltung in würdiger Erinnerung zu behalten.
von K. Diehl-Knieriemen 13. April 2026
Auf Initiative des Bundespräsidenten Frank Walther Steinmeier wurde in diesem Jahr am 18. März 2026 der Tag der Demokratiegeschichte mit vielen verschiedenen Veranstaltungen in ganz Deutschland begangen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es daran zu erinnern, dass die Demokratie in Deutschland auf eine lange und letztlich erfolgreiche Geschichte zurückblicken kann. Sie ist mühsam erkämpft worden und keine Selbstverständlichkeit. Angesichts der aktuellen welt– und innenpolitischen Entwicklungen ist dies kaum zu bezweifeln. Das Datum ist insofern geschichtsträchtig als es sowohl an den rheinischen Nationalkonvent, der am 18. März 1793 in Mainz die erste Republik auf deutschem Boden begründete, als auch an die Märzrevolution im Jahre 1848 erinnert, an dem die Ereignisse auf dem Berliner Schlossplatz zum Beginn der Barrikadenkämpfe führte und letztlich zum ersten freien gewählten deutschen Parlament in der Frankfurter Paulkirche führte. Zuletzt fanden -nach der friedlichen Revolution- am 18. März 1990 die ersten freien Wahlen in der DDR statt. Auch für Sprendlingen ist das Datum bedeutsamen, wurde die Stadt doch 1945 just an diesem Tag von den Amerikanern befreit. Die Veranstaltung an der IGS Gerhard Ertl nahm nun auch dieses Ereignis genauer in den Blick. Angeregt von Frau Prof. Dr. Strunck, die unsere Schule bereits im November mit ihrem Buch „Die Aufsteiger“ besucht hatte, fanden sich die Geschichtsleistungskurse 11 und 12 der IGS Gerhard Ertl am 19. März zusammen, und lasen gemeinsam ein weiteres Kapitel aus dem Buch vor, das sowohl vom Tag der Befreiung erzählte als auch die Geschichte des Ortes im Krieg beleuchtete. Da sich die Studie von Frau Strunck auf Augenzeugenberichte stützt, konnten sich die Schülerinnen und Schüler ein lebhaftes Bild vom Leben im Krieg machen, das auch in einem beschaulichen Weindorf nicht ohne Grausamkeiten und Härten auskommt.  Nach einem kurzen Austausch über den Text diskutierten die Schülerinnen und Schüler dann lebhaft mit ihren Lehrkräften und dem Ortsbürgermeister Herrn Frank Eckweiler darüber, was zu tun sei, um die Demokratie zu erhalten und eine Diktatur, wie die der Nationalsozialisten, die Deutschland planvoll in den Krieg geführt hatten, zu verhindern. Der Politiker war eine tolle Bereicherung, weil er ganz praktisch berichten konnte, welche Anfeindungen er und Gemeinderatsmitgliedern ausgesetzt sind und auch darauf aufmerksam machte, dass auch Gemeinderatsitzungen nicht ohne Streit auskommen. Das sei immer wieder mühsam, aber unerlässlich, um voranzukommen. Demokratie lebt eben auch von der Auseinandersetzung. Nach einer guten Stunde waren sich alle einig, dass es einerseits wichtig sei im Gespräch zu bleiben, sich aber auch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und alles zu tun, um weitere Kriege zu verhindern. Wir danken den engagierten Vorlesern, Frau Prof. Strunck für die Initiative, Herrn Eckweiler für seinen Besuch und den Teilnehmenden für die engagierte Diskussion.
von C. Schmidt und der DS Kurs 10 13. April 2026
Für uns ist dieser Moment etwas ganz Besonderes“, so Manuel Ramser, eines der Mitglieder der Gruppe Darstellendes Spiel des Jahrgangs 10 am Ende der Präsentation. Wenn jeder eine Blume pflanzte jeder Mensch auf dieser Welt und anstatt zu schießen, tanzte und mit Lächeln zahlte, statt mit Geld Wenn ein jeder einen andern wärmte Keiner mehr von seiner Stärke schwärmte keiner mehr den andern schlüge keiner sich verstrickte in der Lüge Wenn die Alten wie die Kinder würden sie sich teilten in den Bürden Wenn dies „WENN“ sich leben ließ Wär‘s noch lang kein Paradies Bloß die Menschenzeit hätt‘ angefangen die in Streit und Krieg uns beinah ist vergangen. Unter anderem dieses Gedicht von Peter Härtling setzte die Truppe mit Requisiten, Musik und hervorragender Spiel- und Sprechleistung in Szene. Nachdenkliches, aber auch seltsame Typen und witzige Sequenzen wurden mit Spielfreude während des Stückes dargestellt. Sechs Schauspielerinnen und ein Schauspieler des Kurses hatten sich ein halbes Jahr lang mit der Inszenierung verschiedener Gedichte beschäftigt, aus denen sie ein gesamtes Stück entwickelten. Die Collage aus Feriengedichten, Klanggedichten und Gedichten mit zeitkritischem Inhalt wurden als Traumsequenzen eines Kindes, das im Koma liegt, dem Publikum präsentiert. „Wir bedanken uns bei Frau Schmidt, die uns in den letzten Jahren so viel beigebracht hat, was wir jetzt umsetzen konnten“, so Lisa Felmberg. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und der Applaus ließ nicht lange auf sich warten. „Noch einige Wochen vor unserer Präsentation verließen uns zwei Mitglieder unseres Kurses und wir mussten alle Rollen und Texte umverteilen. Aber wir haben auch diese Herausforderung sehr gut gemeistert und sind dadurch noch mehr zusammengewachsen. Wir haben gelernt, dass wir uns aufeinander verlassen können“, so Manuel. „Ich möchte mich bei euch allen herzlich bedanken“, sagte Ronja Wilbert am Schluss zu ihrem Kurs. „Und wir haben alles selbst gemacht, sogar Licht und Technik wurden von uns selbst bedient“, so Lea Heckert. Ihr könnt stolz auf euch sein!
von I. Otto und M. Metzler 13. April 2026
Am 9. Februar nahmen 14 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5, 6 und 7 unserer Schule am Turnwettbewerb Jugend trainiert für Olympia in der Wettkampfklasse IV (Jahrgang 2013 und jünger) teil. Der Wettkampf im Gerätturnen fand in Grünstadt statt und brachte zahlreiche Schulmannschaften aus der Region zusammen. Unsere Schule trat mit zwei Mannschaften an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren: Sophie Schwarz (5a), Mia Borowsky (5a), Johanna Brucke (5b), Lotta Karge (5c), Eliah Kauf (5c), Leni Zimmer (5c), Valentina Schäfer (6d), Maren Bingnt (6d), Vincent Dornieden (6a), Isabella Freiin von Wolff (5a), Philippe Peter (7d) und Mailin Hofmann (6c). Begleitet wurden die Teams von den Schülerinnen Michelle Schwarz und Martine Gimbel aus der Jahrgangsstufe 13, die als Betreuerinnen mitfuhren. Eigentlich sollte Frau Otto die Mannschaften begleiten, musste jedoch krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Dankenswerterweise sprang Mark Hönes spontan als betreuende Lehrkraft ein. Auch den beiden Schülerinnen aus der MSS 13 gilt ein großer Dank – sie unterstützten die Teams engagiert und begleiteten die jungen Turnerinnen und Turner hervorragend durch den Wettkampftag. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb fand bereits seit November statt. In der Turn-AG von Frau Otto trainierten die Schülerinnen und Schüler immer dienstags in der siebten Stunde während der Schulzeit gezielt für den Wettkampf. Dieses zusätzliche Angebot zeigt einmal mehr, dass unsere Schule den Kindern auch über den regulären Unterricht hinaus Möglichkeiten bietet, sportliche Interessen zu entdecken, Hobbys zu entwickeln und Freude an Bewegung zu erleben. Die Trainingszeit war allerdings vergleichsweise kurz: Nur wenige Wochen lang konnten die Teilnehmenden einmal pro Woche üben. Zudem war das Teilnehmerfeld – wie bei diesem Wettbewerb üblich – sehr stark, da viele Schulen mit erfahrenen Vereinssportlerinnen antreten. In unseren Teams turnen lediglich drei Schülerinnen und Schüler auch im Verein, während die anderen ihre Vorbereitung ausschließlich in der schulischen AG absolvierten. Umso bemerkenswerter sind die Ergebnisse: Eine Mannschaft erreichte den 12. Platz, die andere den 16. Platz von insgesamt 16 Mannschaften. Doch ganz im Sinne des olympischen Gedankens stand vor allem das Motto „Dabei sein ist alles“ im Mittelpunkt. Die Kinder sammelten wertvolle erste Wettkampferfahrungen, gaben ihr Bestes und unterstützten sich gegenseitig. Der Wettkampf stellte vielseitige Anforderungen. Neben turnerischen Übungen am Schwebebalken, Boden, Parallelbarren sowie beim Bocksprung mussten die Teams auch eine synchrone Bodenübung präsentieren. Weitere Disziplinen waren eine Geräteverbindung an Reck, Boden und Bock, das Klettern an vier Meter hohen Stangen, der Standweitsprung sowie ein abschließender Staffellauf. Der Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ gehört zu den größten Schulsportwettbewerben in Deutschland. Schülerinnen und Schüler treten dabei in verschiedenen Sportarten zunächst auf regionaler Ebene gegeneinander an. Ziel ist es, sportliche Talente zu fördern, Teamgeist zu stärken und jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Schule in einem fairen sportlichen Wettkampf zu vertreten. Die Stimmung während des gesamten Wettkampftages war sehr positiv. Die Schülerinnen und Schüler erlebten einen motivierenden Tag, hatten viel Spaß und unterstützten sich gegenseitig. Viele von ihnen möchten im nächsten Jahr erneut antreten und unsere IGS wieder vertreten. Auch darüber hinaus wird weiter fleißig trainiert: Die Turnerinnen der Turn-AG üben derzeit für einen Auftritt bei der Einschulungsfeier der neuen fünften Klassen und möglicherweise auch beim nächsten Schulfest.
von K. Diehl-Knieriemen 13. April 2026
Der Schulsieger im Geographie Wettbewerb des Diercke Verlags steht fest: Vadim Bischoff aus der Klasse 9d konnte sich in zwei Wettbewerbsrunden gegen zahlreiche Mitschüler durchsetzen. Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 7-10, die sich für Geographie interessieren und ihr topographisches und erdkundliches Wissen testen wollten. Sie mussten zunächst gegen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden antreten und höchst kniffelige Fragen beantworten. Dabei mussten die Teilnehmenden neben klassischen Erdkundefragen, wie welche Stadt liegt nicht an der Donau (Augsburg) auch Fragen zum Energieverbrauch Deutschlands (60% erneuerbare oder 60% fossile Energieträger?) oder zur Bevölkerungsentwicklung in Indien beantworten. In der letzten Aufgabe mussten dann in einer stummen Karte von Deutschland mehrere Orte eingetragen werden.  Die Schülerinnen und Schüler, die bei dieser Runde gut abgeschnitten hatten, qualifizierten sich für den Schulentscheid, in dem man zum Beispiel begründen musste, warum in Bergen, Norwegen, Erdbeeren wachsen und in Baffin, Kanada, das etwa auf demselben Breitengrad liegt, nicht, und eine stumme Europakarte auszufüllen hatte. Hier schnitt, wie bereits beschrieben, Vadim mit stolzen 14 Rohpunkten am Besten ab. Ihm folgte Jannis Riebel aus der Klasse 8d, der immerhin 12 Punkte erreichen konnte. Vadim wird nun am Landesentscheid teilnehmen. Wir drücken ihm dafür kräftig die Daumen und danken Herrn Spika, der den Wettbewerb so kompetent und begeisternd durchgeführt hat.
Weitere Beiträge