Willkommen an der IGS Gerhard Ertl
Wir sind...
eine Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe im rheinhessischen Sprendlingen und verkehrstechnisch sehr gut erreichbar.
Unsere Bildungsziele sind Kenntnisse und Fertigkeiten, die eine solide Grundlage für die weitere Ausbildung unserer Absolventinnen und Absolventen in Beruf und Studium sowie für ihre persönliche Lebensgestaltung in Familie und Gesellschaft bieten.
Aktuelles aus dem Schulleben

Mit Pfeil und Bogen auf Luftballons zielen, mit einer Grubenbahn ins Bergwerk fahren und abends Marshmallows am Lagerfeuer rösten: Die Klassenfahrt des sechsten Jahrgangs der IGS Gerhard Ertl bot viele besondere Erlebnisse. Vom 28. bis zum 30. September reisten über 100 Kinder mit ihren acht Tutorinnen und Tutoren nach Wolfstein, unterstützt durch das JuLe-Team. Seit einigen Jahren ist die Jugendherberge in Wolfstein das gemeinsame Ziel des gesamten sechsten Jahrgangs – und auch diesmal bewährte sich die Fahrt. Bei sommerlichen Temperaturen Ende September konnten die Kinder das weitläufige Außengelände ausgiebig nutzen. Wiese, Hof und Spielplatz boten reichlich Platz zum Spielen und Zusammensein. Die Lage inmitten der bewaldeten Hügel des Pfälzer Berglandes machte es leicht, den Schulalltag hinter sich zu lassen. Besonders schön: Der Jahrgang hatte die Jugendherberge ganz für sich. Schon am ersten Nachmittag wurde es kreativ. In Gruppen sammelten die Kinder im Wald Stöcke und legten daraus fantasievolle Skelette. Anschließend führte eine Wanderung bei schönstem Wetter zur nahe gelegenen Waldmurmelbahn. Am Dienstag ging es dann unter Tage: Im Kalkbergwerk am Königsberg erfuhren die Schülerinnen und Schüler zunächst Wissenswertes über die Geschichte des Bergwerks und die Kalköfen. Ausgestattet mit Helmen und Schutzkitteln fuhren sie anschließend eng zusammengerückt mit der Grubenbahn in den Berg. Ein Schüler durfte die Bahn sogar steuern. Die Fahrt durch die schmalen, teilweise stockdunklen Stollen war für viele besonders aufregend. Bei der anschließenden Führung zu Fuß hieß es an manchen Stellen: Kopf einziehen! Zugleich bekamen die Kinder einen Eindruck davon, wie anstrengend die Arbeit im Bergwerk früher gewesen sein muss. Ein weiteres Highlight war das Bogenschießen. Unter fachkundiger Anleitung konnten alle mehrfach mit Pfeil und Bogen auf Luftballons zielen. Ein kleiner Wettkampf sorgte für zusätzliche Spannung, und auch die Lehrkräfte stellten ihre Treffsicherheit unter Beweis. Die Begeisterung hielt über das Programm hinaus an: Einige Kinder erzählten anschließend, dass sie ein neues Hobby entdeckt hätten und unbedingt wieder Bogenschießen wollten. Doch auch zwischen den Programmpunkten gab es viel zu erleben. Eine klassenübergreifende Schachgruppe fand sich zusammen und spielte nachmittags ausdauernd und konzentriert. Bei Gesellschaftsspielen, einer kleinen Disco, „Reise nach Jerusalem“ und Marshmallows am Lagerfeuer entstanden immer wieder neue Spielrunden. Auch mit den Tutorinnen und Tutoren blieb Zeit zum Spielen, Quatschmachen und Lachen. Handys, Smartwatches und andere elektronische Geräte waren zu Hause geblieben. Vermisst wurden sie nach dem Eindruck des begleitenden Teams kaum: Die Kinder waren mit Spielen, Bewegung, Gesprächen und gemeinsamen Erlebnissen beschäftigt. Die Zeit ohne Bildschirme tat der Gemeinschaft sichtbar gut. Dass eine Klassenfahrt auch selbstständiger macht, zeigte sich bei den alltäglichen Aufgaben. Betten beziehen, die eigenen Sachen organisieren und vor der Abreise die Zimmer ordentlich hinterlassen gehörten dazu. Besonders schön war dabei die gegenseitige Hilfe: Ob beim Beziehen der Betten oder beim Kehren – die Kinder unterstützten einander und brachten ihre unterschiedlichen Fähigkeiten ein. Am Mittwoch ging es mit den Bussen zurück nach Sprendlingen. Im Gepäck waren viele schöne Erinnerungen an drei Tage voller Abenteuer, neuer Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse.

Großer Erfolg für die IGS Gerhard Ertl: Unsere Schule wurde bereits zum dritten Mal in Folge als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Nach den Auszeichnungen in den Jahren 2020 und 2023 konnte die IGS Gerhard Ertl auch 2026 erneut überzeugen. Das verliehene Siegel ist nun für weitere drei Jahre gültig. Die feierliche Auszeichnung fand am 22. September 2026 in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz statt. Mehrere Schulen aus Rheinland-Pfalz wurden dort für ihr besonderes Engagement in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie Digitalisierung geehrt. Unsere Schule wurde bei der Veranstaltung von Mathias Wenzel sowie den drei Schülerinnen Lucy Keller aus dem Biologie-Leistungskurs, Lena Wagner aus dem Physik-Leistungskurs und Marilena Brandstädter aus dem Biologie-Leistungskurs vertreten. Ein besonderer Höhepunkt war das persönliche Gespräch mit Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig. In lockerer Atmosphäre tauschte sie sich mit den Schülerinnen über ihre naturwissenschaftlichen Leistungskurse und ihre Erfahrungen im MINT-Bereich aus. Auch über besondere Angebote unserer Schule, beispielsweise das gemeinsame Experimentieren mit Grundschülerinnen und Grundschülern, konnten unsere Vertreterinnen und unser Vertreter berichten. Die Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ wird an Schulen vergeben, die mindestens zehn von 14 bundesweit einheitlichen Kriterien erfüllen und die MINT-Fächer nachhaltig in ihrem Schulalltag verankert haben. Dass unsere Schule das Siegel nun bereits zum dritten Mal erhalten hat, bestätigt die Kontinuität und Qualität unserer Arbeit in diesem Bereich. Zugleich ist die erneute Auszeichnung Anerkennung und Ansporn, Schülerinnen und Schüler auch künftig für naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen zu begeistern. Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und gratulieren allen, die mit ihrem Engagement zu dieser erneuten Auszeichnung beigetragen haben! Weitere Informationen zur Auszeichnungsfeier gibt es im offiziellen Pressebericht der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“: https://mintzukunftschaffen.de/2026/09/22/bildungsministerin-eiling-huetig-ehrt-62-schulen-rheinland-pfalz-auf-platz-3-der-mint-laender/

Am 03.09.2026 besuchten wir, der Erdkunde Leistungskurs von Frau Rudloff der MSS 12, das Weingut Huff-Doll in Horrweiler im Rahmen unseres aktuellen Themas „Landwirtschaft und Ernährung‘‘. Unsere Exkursion begann um 8:15 Uhr im Weingut. Zu Beginn erhielten wir interessante Informationen über die Entstehung und Entwicklung des Weingut Huff-Doll. Dabei ging es nicht nur um die Geschichte des Betriebes, sondern auch um verschiedene Aspekte des modernen Weinbaus. Besonders interessant erklärte uns Herr Uli Doll, der Besitzer des Weingutes, welche Bedeutung der Einsatz von Kupfer im Weinbau hat und welche Rolle es beim Schutz während der Weinlese spielt. Anschließend durften wir zusehen, wie frisch gelesene Trauben vor uns in die Kelter (Traubenpresse) gepumpt wurden. Dadurch konnten wir hautnah beobachten, wie die ersten Schritte der Verarbeitung der Trauben ablaufen. Natürlich durfte jeder von uns auch ein wenig des frischen Traubensaftes probieren. Wir bekamen anschließend eine Führung durch das Weingut, bei der uns verschiedene Bereiche und Stationen des Betriebs gezeigt wurden. Zum einen sahen wir die Kühlung, Verarbeitungs- und Lagerräume, sowie die Vinothek des Weingutes. Ein besonderes Highlight des Tages war anschließend der Besuch der Weinberge. Dort konnten wir die Weinlese mit einem Vollernter aus nächster Nähe beobachten. Uns wurde erklärt, dass die Maschine durch die einzelnen Rebzeilen fährt und dabei einen großen Teil der Erntearbeit übernimmt. Einige von uns durften sogar mit dem Vollernter mitfahren und dadurch noch einen besseren Eindruck von der Arbeit während der Weinlese gewinnen. So wurde uns deutlich, wie moderne Technik die Landwirtschaft unterstützt und verändert. Zurück im Weingut erwartete uns ein interessanter Vortrag von Tino Frowein, ein Wein- und Kulturbotschafter aus Rheinland-Pfalz. Dieser erklärte uns, warum die Bedingungen in Rheinland-Pfalz besonders günstig für den Weinbau sind. Dabei standen vor allem die Böden und ihre Eigenschaften im Mittelpunkt. Wir erfuhren, welche Bedeutungen die Beschaffenheit des Bodens für das Wachstum der Reben letztlich auch für die Qualität der Trauben hat. Dadurch konnten wir einen direkten Bezug zu den Inhalten unseres Erdkundeunterrichts herstellen und besser verstehen, wie Naturraum, Boden, Klima und landwirtschaftliche Nutzung miteinander zusammenhängen. Die Exkursion zum Weingut Huff-Doll war für uns eine gelungene Verbindung von Unterricht und praktischer Erfahrung. Wir konnten nicht nur viel über den Weinbau und unsere Region lernen, sondern auch erleben, wie Landwirtschaft funktioniert. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Tino Frowein, Uli Doll und dem gesamten Weingut Huff-Doll für diesen lehrreichen und gelungenen Exkursionstag.

Das Schuljahr hatte gerade erst begonnen, da stand für die Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 8 bereits ein besonderes Highlight auf dem Programm: Am 27. August 2026 fand an der IGS Gerhard Ertl erstmals eine große BSO-Messe zur Berufs- und Studienorientierung statt. Über 30 regionale Betriebe, Institutionen und Ausbildungsstätten präsentierten sich in der großen Sporthalle und informierten über Ausbildungswege, Berufsfelder, duale Studiengänge und Praktikumsmöglichkeiten. Rund 500 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 13 nutzten die Gelegenheit, mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlichster Einrichtungen ins Gespräch zu kommen und erste Ideen für ihre berufliche Zukunft zu sammeln. Eröffnet wurde die Messe am frühen Morgen gemeinsam mit den neunten Klassen in der kleinen Sporthalle. Schulleiter Herr Kuhn betonte in seiner Ansprache, wie wichtig es sei, in einer Zeit voller Informationen den eigenen Weg aktiv zu gestalten, Fragen zu stellen und Chancen wahrzunehmen. Besonders lobend hob er den klischeefrei-Ansatz der Veranstaltung hervor: Die Schülerinnen und Schüler sollten sich unabhängig von traditionellen Rollenbildern und geschlechtsspezifischen Erwartungen über Berufe informieren und den Beruf wählen, der zu ihren Interessen, Fähigkeiten und Vorstellungen passt. Auch Frau Wegmann von der Stabsstelle Berufliche Orientierung im Bildungsministerium machte deutlich, dass gute Entscheidungen auf umfassender Information beruhen. Zugleich ermutigte sie die Jugendlichen, ihren beruflichen Weg als Entwicklung zu verstehen: Ein erster Beruf sei nicht zwangsläufig eine Entscheidung für das ganze Leben – Weiterbildung und Neuorientierung eröffneten immer wieder neue Perspektiven. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen beruflichen Laufbahn zeigte sie anschaulich, dass sich im Laufe des Lebens viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung ergeben können. Im Verlauf des Vormittags besuchten die Klassen und Kurse die Messe zu festgelegten Zeiten. Mithilfe von Arbeitsblättern erkundeten die Schülerinnen und Schüler gezielt verschiedene Stände, sammelten Informationen und kamen mit möglichen Arbeitgebern ins Gespräch. Besonders gefragt waren unter anderem die Angebote von Polizei und Bundeswehr. Auch der Landessportbund erfreute sich großer Beliebtheit: Mit kleinen Mitmachaktionen wie Cornhole und Becherstapeln gelang es, unkompliziert Kontakte zu knüpfen und interessante Gespräche über berufliche Möglichkeiten im Sportbereich anzustoßen. Parallel zum Messebetrieb fand in der kleinen Sporthalle ein vielfältiges Vortragsprogramm statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich im Vorfeld für bis zu drei zwanzigminütige Vorträge anmelden und sich vertieft über ausgewählte Berufsfelder informieren. Durch die gute zeitliche Planung ließen sich Messebesuch und Vorträge sinnvoll miteinander verbinden. Ein besonderer Bestandteil der Veranstaltung war außerdem das eigens für die BSO-Messe entwickelte umfangreiche Evaluationsprogramm. Mit verschiedenen Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Ausstellern wurde systematisch erfasst, wie die Messe angenommen wurde, welche Angebote besonders hilfreich waren und an welchen Stellen noch Verbesserungsbedarf besteht. Die Ergebnisse sollen genutzt werden, um die Berufsorientierungsmesse weiterzuentwickeln und zukünftige Veranstaltungen noch passgenauer auf die Interessen und Bedürfnisse der Jugendlichen abzustimmen. Die Veranstaltung wurde von Herrn Kerner und Herrn Keitel geplant und organisiert. Bereits während der Projektwoche hatten sie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern an der Vorbereitung gearbeitet, Betriebe eingeladen, die Hallenbelegung geplant und das Vortragsprogramm koordiniert. Unterstützt wurden sie dabei von Frau Baum, Frau Schulz und Herrn Ebenau, der insbesondere den Brandschutz und die Sicherheitsplanung begleitete. Ein herzliches Dankeschön gilt außerdem der MSS für die Verpflegung der Beteiligten, Frau Pfeifer für die Unterstützung bei der Organisation des Unterrichtstages sowie allen eingesetzten Lehrkräften. Die erste BSO-Messe war nicht nur die bislang größte Veranstaltung dieser Art an unserer Schule, sondern vor allem ein wertvoller Beitrag zur Berufsorientierung unserer Schülerinnen und Schüler. Die vielen positiven Rückmeldungen von Ausstellern, Gästen und Jugendlichen zeigen: Die Veranstaltung hat sich gelohnt – und macht Lust auf eine Fortsetzung.

Popcornduft auf den Gängen, gespannte Gesichter und entspannte Eltern: Am Montag, den 24.08.26, verwandelten sich zwei Klassenräume der IGS Gerhard Ertl in einen gemütlichen Kinosaal. Die Idee hinter der Aktion war ebenso clever wie alltagstauglich – die Filmvorführung fand parallel zum zeitgleich stattfindenden Elternabend statt. Eltern ersparten sich dadurch zusätzliche Fahrtwege, während ihre Kinder bestens betreut wurden und einen unterhaltsamen Abend verbrachten. Auf dem Programm stand der Filmhit Zoomania 2, der speziell für die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassenstufe gezeigt wurde. Das Angebot traf voll ins Schwarze: Über 120 Kinder strömten zur Vorstellung, sodass die Räumlichkeiten bis auf den letzten Platz gefüllt waren. Die Stimmung war fantastisch und die Resonanz durchweg begeistert. „Können wir das bitte wieder machen?“, fragte eine Schülerin nach dem Abspann mit leuchtenden Augen. Auch für die MSS 12 hat sich das Event mehr als gelohnt: Durch den Verkauf von Snacks und Getränken konnte der Jahrgang eine beachtliche Summe einnehmen, die direkt in die Finanzierung des kommenden Abiballs fließt. Ein solches Projekt gelingt jedoch nur durch tatkräftige Unterstützung. Ein ganz besonderer Dank gilt der Technik-AG, die für erstklassige Bild- und Tontechnik sorgte, der Bienen-AG für ihren engagierten Einsatz sowie allen weiteren Helferinnen und Helfern, die vor und hinter den Kulissen angepackt haben. Nach diesem rundum gelungenen Montagabend steht fest: Dieses Doppelprogramm aus Elternabend und Schulkino hat definitiv Wiederholungsbedarf!

Vom 17.–19.08.2026 besuchten wir, die MSS 13, die Stadt München im Rahmen unserer Gedenkstättenfahrt. Am Montag, dem 17.08.2026, kamen wir in München an. Nachdem wir eingecheckt und unsere Koffer ausgepackt hatten, ging es für uns direkt weiter mit einer Stadtführung. Dort haben wir viel von München gesehen und konnten an den jeweiligen Orten mehr über die Zeit des Nationalsozialismus erfahren. Am Dienstag, dem 18.08.2026, ging es für uns früh morgens zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Vor Ort bekamen wir eine Führung und konnten uns anschließend selbst auf dem Gelände umschauen. Vieles von dem, was wir am Tag zuvor bei der Stadtführung gelernt hatten, konnten wir mit dem, was wir in Dachau erfuhren, verknüpfen und unser Wissen weiter vertiefen. Im anschließenden Teil des Seminars setzten wir uns selbstständig und intensiv mit Texten und Quellen zu Mahnmalen und Denkmälern auseinander. Dabei ging es nicht nur um die Bedeutung dieser Orte, sondern auch um die Frage, wie sich die Erinnerungskultur in Deutschland seit 1945 gewandelt hat. Der Workshop vermittelte so einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des Umgangs mit der NS-Geschichte – von den ersten Gedenkinitiativen bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten. Die erarbeiteten Ergebnisse stellten wir uns dann gegenseitig vor und hatten im Anschluss noch die Möglichkeit darüber zu diskutieren oder weitere Fragen zu stellen. Am Mittwoch, dem 19.08.2026, ging es für uns zum Abschluss noch ins Jüdische Museum München. Dort schauten wir uns die Ausstellungen des Museums an und bekamen eine Führung. Die Dauerausstellung „Stimmen_Orte_Zeiten“ gibt neue Impulse und Informationen zur Münchner jüdischen Geschichte und Gegenwart und lädt zum Nachdenken ein. In sieben verschiedenen Installationen werden durch Stimmen von Zeitzeugen, Ritualobjekte, Fotografien, Videos und Comicstrips gewohnte Sehweisen auf jüdische Geschichte, Kultur und Religion aufgebrochen und zur Diskussion gestellt. Besonders eindrücklich war für uns, dass die jüdische Geschichte Münchens hier als wichtiger Bestandteil der Stadtgeschichte sichtbar wird, was vielen von uns vorher nicht so präsent war. Zudem gab es eine zusätzliche Ausstellung „Yalla“, welche sich mit der Geschichte von Jüdinnen und Juden in Nordafrika und Westasien beschäftigt. Diese ist geprägt von kultureller Nähe und Austausch, aber auch von Verdrängung und Gewalt. Die Ausstellung beinhaltete Werke von sieben Künstler*innen jüdischer Herkunft, welches die vielen Identitäten und die Weitergabe von Geschichten zum Vorschein brachte. Dadurch erfuhren wir mehr über jüdisches Leben sowie über die jüdische Kultur und Geschichte. Es waren eindrucksvolle und aufschlussreiche Tage, die wir in München verbrachten. Viele von uns verfügen jetzt über mehr Wissen zum Thema Nationalsozialismus und wurden für verschiedene damit verbundene Themen sensibilisiert. Bei einigen wurde zudem das Interesse geweckt, sich auch über die Fahrt hinaus weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen – beispielsweise durch den Besuch weiterer Gedenkstätten. Zudem zeigten die Tage uns, inwieweit die Geschichte bis in die Gegenwart nachwirkt und wie wichtig es ist, heute immer noch darüber aufzuklären.






