Aus Geschichte lernen – Gedenkstättenfahrt der MSS 13
von Alena Strohdeicher (Schülerin MSS 13)
Vom 17.–19.08.2026 besuchten wir, die MSS 13, die Stadt München im Rahmen unserer Gedenkstättenfahrt.
Am Montag, dem 17.08.2026, kamen wir in München an. Nachdem wir eingecheckt und unsere Koffer ausgepackt hatten, ging es für uns direkt weiter mit einer Stadtführung. Dort haben wir viel von München gesehen und konnten an den jeweiligen Orten mehr über die Zeit des Nationalsozialismus erfahren.
Am Dienstag, dem 18.08.2026, ging es für uns früh morgens zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Vor Ort bekamen wir eine Führung und konnten uns anschließend selbst auf dem Gelände umschauen. Vieles von dem, was wir am Tag zuvor bei der Stadtführung gelernt hatten, konnten wir mit dem, was wir in Dachau erfuhren, verknüpfen und unser Wissen weiter vertiefen. Im anschließenden Teil des Seminars setzten wir uns selbstständig und intensiv mit Texten und Quellen zu Mahnmalen und Denkmälern auseinander. Dabei ging es nicht nur um die Bedeutung dieser Orte, sondern auch um die Frage, wie sich die Erinnerungskultur in Deutschland seit 1945 gewandelt hat. Der Workshop vermittelte so einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des Umgangs mit der NS-Geschichte – von den ersten Gedenkinitiativen bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten. Die erarbeiteten Ergebnisse stellten wir uns dann gegenseitig vor und hatten im Anschluss noch die Möglichkeit darüber zu diskutieren oder weitere Fragen zu stellen.
Am Mittwoch, dem 19.08.2026, ging es für uns zum Abschluss noch ins Jüdische Museum München. Dort schauten wir uns die Ausstellungen des Museums an und bekamen eine Führung. Die Dauerausstellung „Stimmen_Orte_Zeiten“ gibt neue Impulse und Informationen zur Münchner jüdischen Geschichte und Gegenwart und lädt zum Nachdenken ein. In sieben verschiedenen Installationen werden durch Stimmen von Zeitzeugen, Ritualobjekte, Fotografien, Videos und Comicstrips gewohnte Sehweisen auf jüdische Geschichte, Kultur und Religion aufgebrochen und zur Diskussion gestellt. Besonders eindrücklich war für uns, dass die jüdische Geschichte Münchens hier als wichtiger Bestandteil der Stadtgeschichte sichtbar wird, was vielen von uns vorher nicht so präsent war. Zudem gab es eine zusätzliche Ausstellung „Yalla“, welche sich mit der Geschichte von Jüdinnen und Juden in Nordafrika und Westasien beschäftigt. Diese ist geprägt von kultureller Nähe und Austausch, aber auch von Verdrängung und Gewalt. Die Ausstellung beinhaltete Werke von sieben Künstler*innen jüdischer Herkunft, welches die vielen Identitäten und die Weitergabe von Geschichten zum Vorschein brachte. Dadurch erfuhren wir mehr über jüdisches Leben sowie über die jüdische Kultur und Geschichte.
Es waren eindrucksvolle und aufschlussreiche Tage, die wir in München verbrachten. Viele von uns verfügen jetzt über mehr Wissen zum Thema Nationalsozialismus und wurden für verschiedene damit verbundene Themen sensibilisiert. Bei einigen wurde zudem das Interesse geweckt, sich auch über die Fahrt hinaus weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen – beispielsweise durch den Besuch weiterer Gedenkstätten. Zudem zeigten die Tage uns, inwieweit die Geschichte bis in die Gegenwart nachwirkt und wie wichtig es ist, heute immer noch darüber aufzuklären.















