Presseartikel "Lebensrettende Entscheidungen: Jugendliche diskutierten an der IGS Gerhard Ertl über Organspend"
von K. Diehl-Knieriemen
Am 12. Juni 2026 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 bis 12 der IGS Gerhard Ertl mit einer Frage, die Leben retten kann: Werde ich Organspenderin oder Organspender? Die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz war im Rahmen ihrer Schultour zu Gast und vermittelte in 90 Minuten fundiertes Wissen zu einem komplexen Thema – und regte die Jugendlichen an, eine eigene Entscheidung zu treffen und zu dokumentieren.
Den Einstieg bildete ein Film mit dem Wissenschaftsjournalisten Mirko Drotschmann (MrWissen2go), der die wichtigsten Fakten zur Organspende erklärte. Der anschließende Filmbeitrag über eine Mainzer Familie, deren Sohn mit 13 Jahren zum Organspender wurde, ließ die Angehörige von Organspendern zu Wort kommen. Besonders bewegend wurde es, als Sabine Kirrstein von ihrem Leben mit einem gespendeten Organ erzählte. Seit 25 Jahren lebt sie mit einem neuen Herzen und schilderte offen, wie sich das anfühlt und was die Transplantation verändert hat – im Alltag, in der Freizeit, im Blick auf das Leben.
Wichtig ist die Entscheidung – egal wie sie ausfällt, lautete die zentrale Botschaft der Veranstaltung. Denn bereits ab 14 Jahren können Jugendliche einer Organspende widersprechen, ab 16 Jahren auch zustimmen. Mit Informationsmaterial und Organspendeausweisen ausgestattet, verließen die Schülerinnen und Schüler die Veranstaltung – und können nun in der Familie oder mit Freunden weiter über dieses wichtige Thema sprechen.
Das Bündnis verschiedener Partner aus dem Bereich Gesundheit und Selbsthilfe setzt sich unter Federführung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) für aktive, professionelle und ergebnisoffene Aufklärung zum Thema Organspende ein. Gefördert wird die Initiative durch die gesetzlichen Krankenkassen in Rheinland-Pfalz sowie durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz, das auch die jährliche Schultour unterstützt. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation ist die bundesweite Koordinierungsstelle für postmortale Organspenden. Sie organisiert die verschiedenen Schritte des Organspendeablaufs und stimmt sie aufeinander ab – von der Mitteilung eines möglichen Spenders im Krankenhaus über medizinische Untersuchungen bis hin zur Organisation von Organentnahme und -transport. Die DSO vernetzt die beteiligten Akteure und sorgt dafür, dass Organspenden flächendeckend möglich sind.
Wir danken der Stiftung für ihren anregenden Besuch und die Offenheit mit den Schülerinnen und Schülern alle Fragen zu diskutieren. Daneben danken wir Frau Müller für die Initiative und die gute und souveräne Planung und Durchführung der Veranstaltung.













