Weißbrot, Pilota und Kunst: Eine Woche Europa in Benigànim

von Leonie Steinmetz

Vom 08.02.2026 bis zum 14.02.2026 nahmen 12 Schülerinnen und Schüler der IGS Gerhard Ertl aus Sprendlingen dank des ADD Konsortiums am Erasmus+-Austausch mit der spanischen Partnerschule IES Les Foies in Benigànim teil. Ergänzt wurde die internationale Gruppe durch Teilnehmende aus den Niederlanden und Sizilien – insgesamt 60 Jugendliche, die eine Woche lang gemeinsam lernten, arbeiteten und über sich hinauswuchsen. Die Mobilität wurde durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union gefördert, das im Konsortium der ADD Rheinland-Pfalz unter anderem die Schwerpunkte Demokratiebildung und Nachhaltigkeit verfolgt.
 
Schon am ersten Tag zeigte sich, wie schnell aus Fremden ein Team werden kann. Besonders eindrucksvoll war der Workshop zur traditionellen Sportart Pilota Valenciana. Die Schülerinnen und Schüler lernten nicht nur die Regeln dieses regionalen Spiels kennen, sondern stellten auch ihre eigenen „Guantes“ her – aus alten Gartenhandschuhen, Plastikresten und Pflastern. Spätestens als die ersten improvisierten Profi-Handschuhe fertig waren, war klar: Upcycling kann Spaß machen – und weh tun, wenn man den Ball unterschätzt. Nachhaltigkeit mal ganz anders.
 
Im Musikworkshop erlebten die Teilnehmenden, dass man auch ohne musikalische Vorkenntnisse Teil eines Ensembles sein kann. Mit Rasseln, Trommeln und anderen Rhythmusinstrumenten entstanden traditionelle Melodien, die die Gruppe schnell verbanden. Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Spielen des italienischen Liedes „Con te partirò“. Viele kannten es vorher nicht. Aber nach dieser Woche dürfte das Lied zumindest in Benigànim einen kleinen Popularitätsschub erlebt haben.
 
Wie eng die Jugendlichen in kurzer Zeit zusammenwuchsen, zeigte sich besonders im Kunst- Poesieworkshop. Dort stand das Thema Demokratie im Mittelpunkt – und plötzlich saßen Schülerinnen und Schüler aus vier Nationen gemeinsam über einem einzigen großen Kunstwerk, das weltpolitische Herausforderungen im Stil berühmter Künstler ihrer Herkunftsländer mit Versen von berühmten Dichtern darstellen sollte. Was zunächst nach einer diplomatischen Meisterleistung klang, entwickelte sich schnell zu einem kreativen Miteinander, bei dem Picasso auf Caspar Friedrich und weitere Künstler traf.
 
Ein weiterer kreativer Höhepunkt war der Workshop zur Wandgestaltung. Was zunächst wie eine wilde Mischung aus Farbspritzern, Kritzeleien und spontanen „Ich probier das jetzt einfach mal“-Momenten aussah, verwandelte sich im Laufe der Tage in ein beeindruckendes Wandbild. Aus dem anfänglichen Chaos entstand Schritt für Schritt ein klarer, farbenfroher Schriftzug: „Erasmus“ – gestaltet von allen Schülerinnen und Schülern, ganz gleich, ob sie sich selbst als künstlerisch begabt oder eher als „Strichmännchen-Spezialisten“ bezeichneten. Jeder durfte etwas beitragen, und genau diese Vielfalt machte das Ergebnis so besonders. Am Ende stand nicht nur ein neues Kunstwerk auf dem Schulgelände, sondern auch das Gefühl, gemeinsam etwas Bleibendes geschaffen zu haben.
 
Der krönende Höhepunkt der Woche war der Abschlussabend am Donnerstag. Vor allen Gasteltern und der Schulleitung präsentierten die Schülerinnen und Schüler selbstbewusst und mit spürbarem Stolz die Ergebnisse ihrer Workshops – und das gleich zweisprachig, auf Englisch und Spanisch. So wurden auch die Gastfamilien direkt in die Projekte hineingezogen und konnten erleben, was ihre Gäste in nur wenigen Tagen geschaffen hatten. Ob Sport, Musik, Kunst oder Poesie – jede Gruppe fand ihren eigenen Weg, die Woche lebendig werden zu lassen.
 
Am Freitag folgte dann das kulinarische Finale: ein traditionelles Paella-Essen, das nicht nur köstlich war, sondern auch den letzten Beweis lieferte, dass man mit einer großen Pfanne, viel Reis und noch mehr guter Laune Menschen aus vier Nationen an einen Tisch bringen kann.
 
Durch die Zeit in ihren Gastfamilien wurden natürlich auch kulturelle Unterschiede sichtbar, die für viele zu echten Aha-Momenten führten: Abendessen um 22 Uhr, Sandwiches in Alufolie oder gleich fünf Mahlzeiten am Tag – all das war ungewohnt und sorgte für Staunen, Lachen und manchmal auch Heimweh nach Vollkornbrot.
 
Am Ende der Woche blickten die Jugendlichen auf zahlreiche neue Erfahrungen zurück: Sie hatten neue Freundschaften geschlossen, ihre Sprachkenntnisse erweitert, kulturelle Unterschiede reflektiert und gelernt, wie bereichernd internationale Zusammenarbeit sein kann. Die Mobilität hat ihnen gezeigt, dass Europa nicht nur ein politisches Projekt ist, sondern ein lebendiger Raum des Austauschs, der Offenheit und des gemeinsamen Lernens.
 

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von A. Spika und K.Diehl-Knieriemen 13. April 2026
Anfang 2026 nahm unsere Schule erneut am Landeswettbewerb Latein teil — dem Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler, die Latein ab Klasse 11 lernen. Wie in den vergangenen Jahren bereiteten sich die Teilnehmenden sorgfältig vor und setzten sich intensiv mit dem diesjährigen Thema auseinander: „Du bist, was du machst — wie Arbeit uns definiert“. Martine G. und Pierre‑Nathanel S. lasen zu Beginn des Jahres die vorgeschlagene Leseliste und bereiteten sich so auf die Aufgaben vor. Am Dienstag, den 24. Februar, schrieben sie eine 180‑minütige Klausur zum Thema. Bereits das KI‑generierte Bild von Cicero als Einstieg bot einen reizvollen Zugang zur Thematik: Es verband die antike Perspektive mit aktuellen Debatten — man denke nur an Diskussionen um Arbeitszeit und berufliche Identität, wie sie beispielsweise in der politischen Debatte um Herrn Merz geführt werden. Die Prüfungsaufgaben verlangten neben der Übersetzung von Ciceros Texten ein interpretierendes Auseinandersetzen mit einem antiken „Beruferanking“ und dessen Bedeutungen für heute. Die intensive Vorbereitung zahlte sich aus: Am 11. März erhielten wir die erfreuliche Nachricht, dass sich Pierre‑Nathanel unter den vier diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern befindet. Die offizielle Ehrung fand am 26. März an der IGS Kastellaun statt — landschaftlich reizvoll gelegen und diesjähriger Gastgeber der Preisverleihung. (2024 hatte unsere Schule die Preisverleihung als Gesamtsieger 2023 ausgerichtet, ggf. Link zur Berichterstattung der Veranstaltung). Die intensive Vorbereitung zahlte sich aus: Am 11. März erhielten wir die erfreuliche Nachricht, dass sich Pierre‑Nathanel unter den vier diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern befindet. Die offizielle Ehrung fand am 26. März an der IGS Kastellaun statt — landschaftlich reizvoll gelegen und diesjähriger Gastgeber der Preisverleihung. (2024 hatte unsere Schule die Preisverleihung als Gesamtsieger 2023 ausgerichtet, ggf. Link zur Berichterstattung der Veranstaltung). Leider überschneiden sich Terminplanungen manchmal: Die Preisverleihung in Kastellaun kollidierte mit unserer Akademischen Feier, bei der Pierre-Nathanel sein Abiturzeugnis erhalten sollte. Dennoch nahm der Schüler am 26. März zumindest am Workshop teil, in dem sich die Preisträgerinnen und Preisträger kennenlernten und gemeinsam eine Collage zum Thema „Arbeit und Identität“ gestalteten. Bei der anschließenden feierlichen Preisverleihung nahm stellvertretend sein Lateinlehrer, Herr Spika, zunächst den Preis entgegen, da Pierre‑Nathanel bereits zur Bandprobe für die akademische Feier zurückgekehrt war. Im Rahmen der Akademischen Feier konnte Pierre‑Nathanel dann dennoch seine Auszeichnungen persönlich entgegennehmen: die Urkunde des Bildungsministers des Landes Rheinland‑Pfalz, Herrn Dr. Teuber, die Urkunde der Vorsitzenden des Philologenverbands, Cornelia Schwartz, sowie einen Scheck über 100 Euro Preisgeld. Besonders hervorzuheben ist, dass Pierre‑Nathanel mit einem Sonderpreis für die beste deutsche Übersetzung ausgezeichnet wurde — eine Leistung, die sein sprachliches Verständnis und seine interpretatorische Genauigkeit eindrucksvoll unterstreicht.  Wir gratulieren Pierre‑Nathanel herzlich zu seinem großen Erfolg! Sein Ergebnis ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich Engagement und gründliche Vorbereitung auszahlen. Gleichzeitig danken wir Martine G. und allen weiteren Teilnehmenden für ihren Einsatz im Fach Latein sowie Herrn Spika für seine Begleitung und Unterstützung. Solche Wettbewerbsteilnahmen stärken nicht nur die sprachlichen Kompetenzen, sondern fördern auch kritisches Denken und das Bewusstsein für die Relevanz antiker Texte in heutigen gesellschaftlichen Debatten. Wir freuen uns auf die nächsten Wettbewerbsrunden und wünschen allen Schülerinnen und Schülern weiterhin viel Erfolg und Freude am Lateinunterricht.
von K. Diehl-Knieriemen 13. April 2026
Mit festlicher Stimmung, Musikbeiträgen und persönlichen Worten hat die IGS Gerhard Ertl ihre diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet. Im Mittelpunkt standen 45 junge Menschen, die mit dem bestandenen Abitur einen bedeutenden Meilenstein erreicht haben – darunter 22 Mädchen und 23 Jungs. Besonders stolz waren Lehrkräfte und Schulleitung auf die Traumnote 1,0, die das beste Zeugnis des Jahrgangs krönte. Doch nicht nur die Noten sorgten für Freude – in Reden und Grußworten wurde der starke Zusammenhalt der Stufe, ihr gesellschaftliches Engagement und die Widerstandskraft in herausfordernden Zeiten hervorgehoben. Durch das Programm führte ein entspannter und fröhlicher Jonas Körber, der zunächst den wunderbaren Schulleiter Herrn Kuhn ankündigte. Dieser verwies auf die weiterhin unruhigen Zeiten und eine Welt in der jeder eine Meinung, aber wenige Menschen eine Ahnung hätten. Dies treffe allerdings nicht auf den Jahrgang zu, den er besonders noch einmal beim mündlichen Abitur erleben durfte. Dabei habe er einen ungeheuren Kampfgeist erlebt, aber auch viel Mut und Zusammenhalt, weswegen er die Abiturienten stolz entlasse. Der Vorsitzende des SEBs Herr Dudenhöfer dankte Lehrkräften und Eltern für die Unterstützung. Mit dem ungewöhnlichen Bild „Das Leben ist eine Kuh“ brachte er zum Ausdruck, dass Mühe und Einsatz erforderlich sind, um Etwas (Milch) im Leben zu erreichen. Außerdem sei es wichtig, seine Mitmenschen nicht aus dem Blick zu verlieren und denen zu helfen, denen es schlechter geht. Auch dies ein wichtiger Hinweis in unseren unruhigen Zeiten. Frau Hoder, die Leiterin der MSS, ging in ihrer Rede feiern auf das Abimotto ein: „Die Götter verlassen den Olymp“. Nachdem die Schülerinnen und Schüler nun den Gipfel der Weisheit erklommen hätten, dürften sie den Pavillonolymp in Richtung Welt verlassen. Sie wünschte dem Jahrgang Resilienz statt Perfektion, Mut, Geduld und Mitgefühl auf ihrem weiteren Weg. Den olympischen Faden griffen auch Johanna Christ und Sidney Steckler in ihrer Schülerinnenrede auf. Sie beschrieben die Schulzeit des Jahrgangs als Heldenreise, an der die Rednerinnen allerdings erst ab der elften Klasse teilgenommen hatten. Der Jahrgang habe einen engen Zusammenhalt gehabt, sei aber offen genug für die Hinzugekommenen gewesen. Sie würdigten vor allem die Kursfahrt nach Prag als fantastisches gemeinsames Erlebnis, dass ihnen Kraft für den Endgegner AFB II gegeben habe. Sie seien gespannt aufs nächste Kapitel der Heldenreise und freute sich darauf. Im Anschluss wurden zahlreiche Preise vergeben: Mit dem Preis des Bildungsministers für besonderes soziales Engagement wurde Martine Gimbel geehrt. Die physikalische Gesellschaft ehrte gleich fünf Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen. Im Fach Mathematik wurde Yoseef Alshareef für seine herausragenden Leistungen geehrt, die seine Lehrkraft Frau Baum das ein oder andere Mal zum Schwitzen gebracht hatten. Den Preis im Fach Kunst erhielt Fayrouze Ayadi für besondere Leistungen gewürdigt und in Sozialkunde Michelle Schwarz. Herr Theobald würdigte Emiliy Biermanns Leistungen und Pierre Natanael Schweizer wurde von die Fachschaft Geografie ausgezeichnet. Daneben konnte ihm Herr Spika voller Stolz den Preis für die beste Übersetzung beim Landeswettbewerb Latein überreichen, den Piere Nathanael Schweizer am selben Nachmittag in Kastellaun erhalten hatte. Den feierlichen Rahmen der Veranstaltung bildeten zwei wunderbare musikalische Beiträge der eigens für den Anlass gegründeten Abiturband. Herr Heimer, Frau Klinger und Frau Lichter begleiteten Janosch Gallinat an der Tuba, Piere-Nathanael Schweizer an der Trompete und Tim Eisenkolb am Schlagzeug. Der Gesang kam von der wunderbaren Sidney Steckler, die sich mit der gecoverten Version von „Valerie“ als zweite Amy Winhouse präsentierte. Nach der Rede der Stammkursleiterinnen Frau Baum, Frau Öppling und Frau Trippel und des Stammkursleiter Herr Kerner, die ebenfalls in Anspielung auf das Motto des Jahrgangs konstatierten „Zeus hätte es nicht besser machen können“, erreichte die Feierstunde ihren Höhepunkt: die Übergabe der Abiturzeugnisse durch die Stammkursleitungen – ein Moment, in dem Anspannung, Erleichterung und Stolz gleichermaßen spürbar waren. Viele begleitende Gesten, vom tosenden Applaus bis zu ehrlichen Umarmungen, machten die Wertschätzung füreinander deutlich. Mit ihrem Abschluss an der IGS Gerhard Ertl öffnen sich den 45 Absolventinnen und Absolventen vielfältige Wege. Die Schule verabschiedet sie mit dem Vertrauen, dass sie die Zukunft tatkräftig mitgestalten werden – kompetent, verantwortungsvoll und menschlich.  Zum Schluss ein herzliches Dankeschön an Alle, die die Veranstaltung möglich gemacht haben. Zu nennen sind neben allen Vortragenden, die Technik Ag und die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 12, die den Sektausschank organisierten. Außerdem die Gastschüler aus Spanien, die gemeinsam mit ihren Gastgebern aus Rheinhessen fantastische Tapas zubereitet hatten und diese im Anschluss verteilten. Außerdem danken wir dem Fotografen Tom Peitz für die tollen Fotos, die es uns ermöglichen das Veranstaltung in würdiger Erinnerung zu behalten.
von K. Diehl-Knieriemen 13. April 2026
Auf Initiative des Bundespräsidenten Frank Walther Steinmeier wurde in diesem Jahr am 18. März 2026 der Tag der Demokratiegeschichte mit vielen verschiedenen Veranstaltungen in ganz Deutschland begangen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es daran zu erinnern, dass die Demokratie in Deutschland auf eine lange und letztlich erfolgreiche Geschichte zurückblicken kann. Sie ist mühsam erkämpft worden und keine Selbstverständlichkeit. Angesichts der aktuellen welt– und innenpolitischen Entwicklungen ist dies kaum zu bezweifeln. Das Datum ist insofern geschichtsträchtig als es sowohl an den rheinischen Nationalkonvent, der am 18. März 1793 in Mainz die erste Republik auf deutschem Boden begründete, als auch an die Märzrevolution im Jahre 1848 erinnert, an dem die Ereignisse auf dem Berliner Schlossplatz zum Beginn der Barrikadenkämpfe führte und letztlich zum ersten freien gewählten deutschen Parlament in der Frankfurter Paulkirche führte. Zuletzt fanden -nach der friedlichen Revolution- am 18. März 1990 die ersten freien Wahlen in der DDR statt. Auch für Sprendlingen ist das Datum bedeutsamen, wurde die Stadt doch 1945 just an diesem Tag von den Amerikanern befreit. Die Veranstaltung an der IGS Gerhard Ertl nahm nun auch dieses Ereignis genauer in den Blick. Angeregt von Frau Prof. Dr. Strunck, die unsere Schule bereits im November mit ihrem Buch „Die Aufsteiger“ besucht hatte, fanden sich die Geschichtsleistungskurse 11 und 12 der IGS Gerhard Ertl am 19. März zusammen, und lasen gemeinsam ein weiteres Kapitel aus dem Buch vor, das sowohl vom Tag der Befreiung erzählte als auch die Geschichte des Ortes im Krieg beleuchtete. Da sich die Studie von Frau Strunck auf Augenzeugenberichte stützt, konnten sich die Schülerinnen und Schüler ein lebhaftes Bild vom Leben im Krieg machen, das auch in einem beschaulichen Weindorf nicht ohne Grausamkeiten und Härten auskommt.  Nach einem kurzen Austausch über den Text diskutierten die Schülerinnen und Schüler dann lebhaft mit ihren Lehrkräften und dem Ortsbürgermeister Herrn Frank Eckweiler darüber, was zu tun sei, um die Demokratie zu erhalten und eine Diktatur, wie die der Nationalsozialisten, die Deutschland planvoll in den Krieg geführt hatten, zu verhindern. Der Politiker war eine tolle Bereicherung, weil er ganz praktisch berichten konnte, welche Anfeindungen er und Gemeinderatsmitgliedern ausgesetzt sind und auch darauf aufmerksam machte, dass auch Gemeinderatsitzungen nicht ohne Streit auskommen. Das sei immer wieder mühsam, aber unerlässlich, um voranzukommen. Demokratie lebt eben auch von der Auseinandersetzung. Nach einer guten Stunde waren sich alle einig, dass es einerseits wichtig sei im Gespräch zu bleiben, sich aber auch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und alles zu tun, um weitere Kriege zu verhindern. Wir danken den engagierten Vorlesern, Frau Prof. Strunck für die Initiative, Herrn Eckweiler für seinen Besuch und den Teilnehmenden für die engagierte Diskussion.
von C. Schmidt und der DS Kurs 10 13. April 2026
Für uns ist dieser Moment etwas ganz Besonderes“, so Manuel Ramser, eines der Mitglieder der Gruppe Darstellendes Spiel des Jahrgangs 10 am Ende der Präsentation. Wenn jeder eine Blume pflanzte jeder Mensch auf dieser Welt und anstatt zu schießen, tanzte und mit Lächeln zahlte, statt mit Geld Wenn ein jeder einen andern wärmte Keiner mehr von seiner Stärke schwärmte keiner mehr den andern schlüge keiner sich verstrickte in der Lüge Wenn die Alten wie die Kinder würden sie sich teilten in den Bürden Wenn dies „WENN“ sich leben ließ Wär‘s noch lang kein Paradies Bloß die Menschenzeit hätt‘ angefangen die in Streit und Krieg uns beinah ist vergangen. Unter anderem dieses Gedicht von Peter Härtling setzte die Truppe mit Requisiten, Musik und hervorragender Spiel- und Sprechleistung in Szene. Nachdenkliches, aber auch seltsame Typen und witzige Sequenzen wurden mit Spielfreude während des Stückes dargestellt. Sechs Schauspielerinnen und ein Schauspieler des Kurses hatten sich ein halbes Jahr lang mit der Inszenierung verschiedener Gedichte beschäftigt, aus denen sie ein gesamtes Stück entwickelten. Die Collage aus Feriengedichten, Klanggedichten und Gedichten mit zeitkritischem Inhalt wurden als Traumsequenzen eines Kindes, das im Koma liegt, dem Publikum präsentiert. „Wir bedanken uns bei Frau Schmidt, die uns in den letzten Jahren so viel beigebracht hat, was wir jetzt umsetzen konnten“, so Lisa Felmberg. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und der Applaus ließ nicht lange auf sich warten. „Noch einige Wochen vor unserer Präsentation verließen uns zwei Mitglieder unseres Kurses und wir mussten alle Rollen und Texte umverteilen. Aber wir haben auch diese Herausforderung sehr gut gemeistert und sind dadurch noch mehr zusammengewachsen. Wir haben gelernt, dass wir uns aufeinander verlassen können“, so Manuel. „Ich möchte mich bei euch allen herzlich bedanken“, sagte Ronja Wilbert am Schluss zu ihrem Kurs. „Und wir haben alles selbst gemacht, sogar Licht und Technik wurden von uns selbst bedient“, so Lea Heckert. Ihr könnt stolz auf euch sein!
von I. Otto und M. Metzler 13. April 2026
Am 9. Februar nahmen 14 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5, 6 und 7 unserer Schule am Turnwettbewerb Jugend trainiert für Olympia in der Wettkampfklasse IV (Jahrgang 2013 und jünger) teil. Der Wettkampf im Gerätturnen fand in Grünstadt statt und brachte zahlreiche Schulmannschaften aus der Region zusammen. Unsere Schule trat mit zwei Mannschaften an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren: Sophie Schwarz (5a), Mia Borowsky (5a), Johanna Brucke (5b), Lotta Karge (5c), Eliah Kauf (5c), Leni Zimmer (5c), Valentina Schäfer (6d), Maren Bingnt (6d), Vincent Dornieden (6a), Isabella Freiin von Wolff (5a), Philippe Peter (7d) und Mailin Hofmann (6c). Begleitet wurden die Teams von den Schülerinnen Michelle Schwarz und Martine Gimbel aus der Jahrgangsstufe 13, die als Betreuerinnen mitfuhren. Eigentlich sollte Frau Otto die Mannschaften begleiten, musste jedoch krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Dankenswerterweise sprang Mark Hönes spontan als betreuende Lehrkraft ein. Auch den beiden Schülerinnen aus der MSS 13 gilt ein großer Dank – sie unterstützten die Teams engagiert und begleiteten die jungen Turnerinnen und Turner hervorragend durch den Wettkampftag. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb fand bereits seit November statt. In der Turn-AG von Frau Otto trainierten die Schülerinnen und Schüler immer dienstags in der siebten Stunde während der Schulzeit gezielt für den Wettkampf. Dieses zusätzliche Angebot zeigt einmal mehr, dass unsere Schule den Kindern auch über den regulären Unterricht hinaus Möglichkeiten bietet, sportliche Interessen zu entdecken, Hobbys zu entwickeln und Freude an Bewegung zu erleben. Die Trainingszeit war allerdings vergleichsweise kurz: Nur wenige Wochen lang konnten die Teilnehmenden einmal pro Woche üben. Zudem war das Teilnehmerfeld – wie bei diesem Wettbewerb üblich – sehr stark, da viele Schulen mit erfahrenen Vereinssportlerinnen antreten. In unseren Teams turnen lediglich drei Schülerinnen und Schüler auch im Verein, während die anderen ihre Vorbereitung ausschließlich in der schulischen AG absolvierten. Umso bemerkenswerter sind die Ergebnisse: Eine Mannschaft erreichte den 12. Platz, die andere den 16. Platz von insgesamt 16 Mannschaften. Doch ganz im Sinne des olympischen Gedankens stand vor allem das Motto „Dabei sein ist alles“ im Mittelpunkt. Die Kinder sammelten wertvolle erste Wettkampferfahrungen, gaben ihr Bestes und unterstützten sich gegenseitig. Der Wettkampf stellte vielseitige Anforderungen. Neben turnerischen Übungen am Schwebebalken, Boden, Parallelbarren sowie beim Bocksprung mussten die Teams auch eine synchrone Bodenübung präsentieren. Weitere Disziplinen waren eine Geräteverbindung an Reck, Boden und Bock, das Klettern an vier Meter hohen Stangen, der Standweitsprung sowie ein abschließender Staffellauf. Der Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ gehört zu den größten Schulsportwettbewerben in Deutschland. Schülerinnen und Schüler treten dabei in verschiedenen Sportarten zunächst auf regionaler Ebene gegeneinander an. Ziel ist es, sportliche Talente zu fördern, Teamgeist zu stärken und jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Schule in einem fairen sportlichen Wettkampf zu vertreten. Die Stimmung während des gesamten Wettkampftages war sehr positiv. Die Schülerinnen und Schüler erlebten einen motivierenden Tag, hatten viel Spaß und unterstützten sich gegenseitig. Viele von ihnen möchten im nächsten Jahr erneut antreten und unsere IGS wieder vertreten. Auch darüber hinaus wird weiter fleißig trainiert: Die Turnerinnen der Turn-AG üben derzeit für einen Auftritt bei der Einschulungsfeier der neuen fünften Klassen und möglicherweise auch beim nächsten Schulfest.
von K. Diehl-Knieriemen 13. April 2026
Der Schulsieger im Geographie Wettbewerb des Diercke Verlags steht fest: Vadim Bischoff aus der Klasse 9d konnte sich in zwei Wettbewerbsrunden gegen zahlreiche Mitschüler durchsetzen. Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 7-10, die sich für Geographie interessieren und ihr topographisches und erdkundliches Wissen testen wollten. Sie mussten zunächst gegen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden antreten und höchst kniffelige Fragen beantworten. Dabei mussten die Teilnehmenden neben klassischen Erdkundefragen, wie welche Stadt liegt nicht an der Donau (Augsburg) auch Fragen zum Energieverbrauch Deutschlands (60% erneuerbare oder 60% fossile Energieträger?) oder zur Bevölkerungsentwicklung in Indien beantworten. In der letzten Aufgabe mussten dann in einer stummen Karte von Deutschland mehrere Orte eingetragen werden.  Die Schülerinnen und Schüler, die bei dieser Runde gut abgeschnitten hatten, qualifizierten sich für den Schulentscheid, in dem man zum Beispiel begründen musste, warum in Bergen, Norwegen, Erdbeeren wachsen und in Baffin, Kanada, das etwa auf demselben Breitengrad liegt, nicht, und eine stumme Europakarte auszufüllen hatte. Hier schnitt, wie bereits beschrieben, Vadim mit stolzen 14 Rohpunkten am Besten ab. Ihm folgte Jannis Riebel aus der Klasse 8d, der immerhin 12 Punkte erreichen konnte. Vadim wird nun am Landesentscheid teilnehmen. Wir drücken ihm dafür kräftig die Daumen und danken Herrn Spika, der den Wettbewerb so kompetent und begeisternd durchgeführt hat.
von Sophia Baum 6. März 2026
Am 23. Februar besuchte die MSS 13 die Gedenkstätte SS-Sonderlager/ KZ Hinzert. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Frau Öppling und Frau Baum. Unsere inhaltliche Arbeit begann im 2023 fertiggestellten Neubau der Gedenkstätte. Dort erhielten wir grundlegende Informationen zur Entstehung, Funktion und historischen Entwicklung des Lagers sowie zu seiner Bedeutung im System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Das Lager bestand von 1939 bis 1945. Es wurde zunächst als SS-Sonderlager im Zusammenhang mit dem Bau des Westwalls errichtet, zeitweise als polizeiliches Durchgangslager genutzt und schließlich als Konzentrationslager geführt. Rund 10.000 Menschen aus über 20 Nationen waren hier inhaftiert, darunter politische Gefangene, Juden und weitere von den Nationalsozialisten verfolgte Personengruppen. Mindestens 317 Todesfälle sind namentlich belegt, die tatsächliche Zahl der Opfer wird jedoch auf etwa 1.000 geschätzt. Ebenfalls im Neubau arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit einem „Geschichtskoffer“, der den Lageralltag anhand konkreter Gegenstände erfahrbar machte. Ein Rasierer stand für den entwürdigenden „Hinzert-Haarschnitt“, Werkzeuge symbolisierten die schwere Zwangsarbeit im Wald und im Steinbruch und Lumpen verdeutlichten die unzureichende Kleidung der Häftlinge. Eine Dachpappe mit Teer verwies auf den extremen Hunger, der Gefangene dazu brachte, selbst solche Materialien zu essen. Ein Ring symbolisierte die letzte Verbindung zur Familie, die bei der Inhaftierung häufig verloren ging. Eine Hundefigur machte das erschütternde Missverhältnis zwischen der Behandlung der Wachhunde und dem Leid der Häftlinge deutlich. Beim anschließenden Rundgang über das Außengelände sahen wir noch heute erkennbare Wege, die Stelle des ehemaligen Eingangstores, die Kapelle sowie ein Mahnmal. Besonders eindrücklich war der heutige Friedhof, der nach der Befreiung bzw. Schließung des Lagers angelegt wurde. Dort befinden sich Gräber und eine Gedenktafel mit den Namen der Opfer – ein stiller Ort des Erinnerns, der das Ausmaß der Verbrechen noch einmal besonders deutlich machte. Anhand historischer Fotografien setzten wir uns draußen zudem mit dem Verhältnis zwischen Häftlingen, Wachpersonal und der Bevölkerung in den umliegenden Orten auseinander und analysierten unterschiedliche Perspektiven. Zudem wurden die verschiedenen Mordaktionen im Lager thematisiert und die dort begangenen Verbrechen historisch eingeordnet. Die Auseinandersetzung mit diesen Taten war beklemmend, zugleich aber ein wichtiger Bestandteil des historischen Lernens. Im 2005 eröffneten Dokumentationszentrum vertieften wir unsere Eindrücke. Dort beschäftigten wir uns mit originalen Kleidungsstücken von Häftlingen sowie mit einzelnen Biografien, die das Leid und die persönlichen Schicksale greifbar machten. In der abschließenden Reflexionsrunde betonten viele Schülerinnen und Schüler, dass die Gedenkstätte ein Mahnmal sei, das nicht nur an das Geschehene erinnere, sondern auch Verantwortung für die Gegenwart bedeute. Es gehe darum, wachsam zu bleiben, demokratische Werte zu verteidigen und frühzeitig Stellung zu beziehen. Die Fahrt hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen – damit Erinnerung lebendig bleibt und sich solches Unrecht niemals wiederholt.
von M. Metzler 6. März 2026
Auch in diesem Jahr durfte die IGS Gerhard Ertl wieder zahlreiche Grundschülerinnen und Grundschüler zu den traditionellen MINT-Schnuppertagen begrüßen. An drei Terminen im Januar erhielten jeweils rund 30 Kinder von 10:00 bis 12:00 Uhr die Gelegenheit, unsere Schule und insbesondere unseren naturwissenschaftlichen Schwerpunkt hautnah kennenzulernen. Organisiert und betreut wurde das Projekt von Herrn Wenzel gemeinsam mit Herrn Deyer. Bereits der Empfang machte deutlich, dass an den Vormittagen echtes Forschen auf dem Programm stand: Die Kinder wurden am Busparkplatz abgeholt und zunächst mit Laborkittel, Schutzbrille und Namensschild ausgestattet. In kleinen Gruppen zu je fünf Schülerinnen und Schülern starteten sie anschließend in unsere hervorragend ausgestatteten Fachräume. Begleitet wurden sie dabei von zwei bis drei Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen 9 bis 12, die die Experimente vorbereitet hatten und ihre Gruppen engagiert anleiteten. In den ersten anderthalb Stunden durften die Grundschulkinder selbst experimentieren und naturwissenschaftliche Phänomene aktiv entdecken. So wurde beispielsweise ein „Zauberstein“ imprägniert, von dem Wasser nach der Behandlung einfach abperlte. Große Begeisterung löste auch die nicht-newtonsche Flüssigkeit aus, die sich beim Kneten plötzlich fest anfühlte und sofort wieder verflüssigte, sobald man sie losließ. Beim Versilbern und Vergolden von Cent-Münzen konnten die Kinder chemische Prozesse unmittelbar beobachten und ihre bearbeiteten Münzen anschließend mit nach Hause nehmen. Auch kleine „Raketen“ aus Teebeuteln oder Experimente mit Elektrizität und hochstehenden Haaren sorgten für staunende Gesichter. Viele der hergestellten Produkte wie Geheimschriften oder Steine durften die Kinder als Erinnerung behalten, zudem konnten sie eigene Fotos und Videos ihrer Versuche aufnehmen. Zum Abschluss präsentierten unsere Schülerinnen und Schüler eindrucksvolle Showexperimente. Ob „Elefantenzahnpasta“, eine Knallgasreaktion oder spektakuläre Leucht- und Farbeffekte unter UV-Licht – hier wurde deutlich, wie faszinierend Naturwissenschaft sein kann, wenn Theorie und Praxis zusammenkommen. Ein besonderer Dank gilt den engagierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis 12, die mit großer Verantwortung und Begeisterung die Betreuung übernommen haben. Sie erklärten geduldig, unterstützten beim Experimentieren und waren selbst mit spürbarer Freude bei der Sache. Dieses Engagement zeigt, wie stark der MINT-Gedanke an unserer Schule verankert ist und wie sehr unsere älteren Schülerinnen und Schüler bereit sind, ihr Wissen weiterzugeben. Die Schnuppertage sind seit Jahren ein fester Bestandteil unseres Schulprofils und stoßen bei Kindern und Eltern auf sehr positive Resonanz. Gerade weil an vielen Grundschulen naturwissenschaftliches Experimentieren nur eingeschränkt möglich ist, bieten wir mit unseren modern ausgestatteten Fachräumen und zusätzlichen MINT-Angeboten ab Klasse 5 – etwa im vertiefendem Laborunterricht in der Natex-AG – ideale Bedingungen für neugierige und forschungsbegeisterte Kinder. Die Schnuppertage geben einen lebendigen Einblick in diese Möglichkeiten und zeigen, dass junge Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler an der IGS Gerhard Ertl bestens aufgehoben sind.
von M. Metzler 6. März 2026
Am 19.01.2026 fand an der IGS Gerhard Ertl der diesjährige Berufs- und Studienorientierungstag (BSO-Tag) für den 12. Jahrgang statt. Organisiert wurde der Tag von unserem BSO-Koordinator Herrn Kerner, der ein vielseitiges und praxisnahes Programm zusammengestellt hatte. Ziel des Tages war es, die Schülerinnen und Schüler der MSS 12 gezielt auf die Zeit nach dem Abitur vorzubereiten – sei es im Hinblick auf ein Studium, eine Ausbildung oder weitere berufliche Perspektiven. Den Auftakt machte Herr Mohr von der Agentur für Arbeit, der als Berufsberater regelmäßig an unserer Schule tätig ist und die Jugendlichen auch über den BSO-Tag hinaus individuell berät. In seinem Vortrag „Wege nach dem Abitur“ informierte er anschaulich über verschiedene Möglichkeiten nach dem Schulabschluss und gab konkrete Hinweise zu Online-Bewerbungen sowie zum Ablauf von Vorstellungsgesprächen. Damit erhielten die Schülerinnen und Schüler wichtige Einblicke in Bewerbungsprozesse und Anforderungen, die sie in naher Zukunft erwarten. Im Anschluss führte die Finanzverwaltung Rheinland-Pfalz den Workshop „Schule & Steuern“ durch. Hier setzten sich die Teilnehmenden mit grundlegenden Fragen rund um Einkommensteuer, Brutto- und Nettogehalt sowie der ersten eigenen Steuererklärung auseinander. Auch alltagsnahe Beispiele, etwa aus dem Bereich Social Media, wurden aufgegriffen. So wurde deutlich, wie wichtig finanzielle Grundkenntnisse für den Start ins Berufsleben sind. In der zweiten Hälfte des Vormittags gestaltete das Zentrum für Studienberatung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz den Workshop „Lebensweltkarte“. Auf der Grundlage des Berufswahlmodells nach John L. Holland reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Interessen und Persönlichkeitsmerkmale. Anhand eines Tests zu unterschiedlichen Orientierungen wie sozial, kreativ oder analytisch konnten sie eigene Stärken erkennen und diese mit passenden Studienfeldern in Verbindung bringen. Die erarbeitete Lebensweltkarte dient dabei als hilfreiche Grundlage für zukünftige Entscheidungen und Beratungsgespräche. Zugleich stellt der Workshop eine gezielte Vorbereitung auf den Besuch des Tages der offenen Uni am 10. Juni dar, bei dem die MSS 12 weitere Einblicke in das Studium an der Universität Mainz erhalten wird. Um auf neue Entwicklungen reagieren und stets den Bedarf unserer Schülerinnen und Schüler zu treffen, werden unsere BSO-Aktionen kontinuierlich evaluiert. Die anschließende Evaluation des BSO-Tags zeigte, dass dieser von den Schülerinnen und Schülern sehr positiv aufgenommen wurde. Die große Mehrheit gab an, Neues gelernt zu haben, die Inhalte als verständlich vermittelt wahrgenommen zu haben und die Workshops weiterempfehlen zu können. Viele sehen in den vermittelten Informationen eine konkrete Unterstützung für ihre Berufs- und Studienwahl. Der BSO-Tag macht deutlich, welchen hohen Stellenwert die Berufs- und Studienorientierung an der IGS Gerhard Ertl hat. Wir begleiten unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur bei der Vorbereitung auf eine Ausbildung, sondern unterstützen sie ebenso intensiv auf dem Weg in ein mögliches Studium oder andere weiterführende Perspektiven. So schaffen wir verlässliche Orientierung und stärken sie darin, ihren eigenen Weg nach dem Abitur selbstbewusst zu gestalten.
von Ina Mebold 27. Februar 2026
Am 28.01.2026 traf sich die gesamte Klassenstufe 10 der IGS Gerhard Ertl im Icedome in Mainz zum Schlittschuhlaufen. Wir hatten lange hin und her überlegt, was wir an unserem Tutorentag machen können. Am Ende freuten sich aber alle auf den Ausflug, auch wenn wir unterschiedlich viel Erfahrung auf dem Eis hatten. Am Morgen des 28. Januar trafen wir uns mit den Lehrern am Hauptbahnhof, um von dort aus mit dem Bus gemeinsam zum Icedome im Gewerbegebiet in Hechtsheim zu fahren. Nach einem kurzen Spaziergang war das Ziel erreicht und wir holten uns direkt unsere Schlittschuhe ab. Trotz anfänglicher Unsicherheit trauten sich fast alle aufs Eis und machten ihre Sache ziemlich gut. Für einige war es sogar das allererste Mal, dass sie auf den Kufen standen! Doch wir haben uns gegenseitig geholfen, Tipps gegeben, wie das Schlittschuhlaufen besser klappt und uns aufgefangen, wenn jemand gestürzt ist. Dabei hatte man auch die Chance, etwas klassenübergreifend zu unternehmen. Insgesamt war der Ausflug also eine tolle Teambuildingmaßnahme, die auch unsere Tutoren begeisterte. Nach dem Schlittschuhlaufen machten wir noch ein gemeinsames Foto und verabschiedeten uns. Der Ausflug hat uns sehr viel Spaß gemacht, und wir waren uns einig, dass wir das gerne wiederholen möchten. Es war ein gelungener Tag, den wir so schnell nicht vergessen werden.
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