Es zischt und knallt: Grundschüler experimentieren an der IGS Gerhard Ertl
von M. Metzler
Auch in diesem Jahr durfte die IGS Gerhard Ertl wieder zahlreiche Grundschülerinnen und Grundschüler zu den traditionellen MINT-Schnuppertagen begrüßen. An drei Terminen im Januar erhielten jeweils rund 30 Kinder von 10:00 bis 12:00 Uhr die Gelegenheit, unsere Schule und insbesondere unseren naturwissenschaftlichen Schwerpunkt hautnah kennenzulernen. Organisiert und betreut wurde das Projekt von Herrn Wenzel gemeinsam mit Herrn Deyer.
Bereits der Empfang machte deutlich, dass an den Vormittagen echtes Forschen auf dem Programm stand: Die Kinder wurden am Busparkplatz abgeholt und zunächst mit Laborkittel, Schutzbrille und Namensschild ausgestattet. In kleinen Gruppen zu je fünf Schülerinnen und Schülern starteten sie anschließend in unsere hervorragend ausgestatteten Fachräume. Begleitet wurden sie dabei von zwei bis drei Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen 9 bis 12, die die Experimente vorbereitet hatten und ihre Gruppen engagiert anleiteten.
In den ersten anderthalb Stunden durften die Grundschulkinder selbst experimentieren und naturwissenschaftliche Phänomene aktiv entdecken. So wurde beispielsweise ein „Zauberstein“ imprägniert, von dem Wasser nach der Behandlung einfach abperlte. Große Begeisterung löste auch die nicht-newtonsche Flüssigkeit aus, die sich beim Kneten plötzlich fest anfühlte und sofort wieder verflüssigte, sobald man sie losließ. Beim Versilbern und Vergolden von Cent-Münzen konnten die Kinder chemische Prozesse unmittelbar beobachten und ihre bearbeiteten Münzen anschließend mit nach Hause nehmen. Auch kleine „Raketen“ aus Teebeuteln oder Experimente mit Elektrizität und hochstehenden Haaren sorgten für staunende Gesichter. Viele der hergestellten Produkte wie Geheimschriften oder Steine durften die Kinder als Erinnerung behalten, zudem konnten sie eigene Fotos und Videos ihrer Versuche aufnehmen.
Zum Abschluss präsentierten unsere Schülerinnen und Schüler eindrucksvolle Showexperimente. Ob „Elefantenzahnpasta“, eine Knallgasreaktion oder spektakuläre Leucht- und Farbeffekte unter UV-Licht – hier wurde deutlich, wie faszinierend Naturwissenschaft sein kann, wenn Theorie und Praxis zusammenkommen.
Ein besonderer Dank gilt den engagierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis 12, die mit großer Verantwortung und Begeisterung die Betreuung übernommen haben. Sie erklärten geduldig, unterstützten beim Experimentieren und waren selbst mit spürbarer Freude bei der Sache. Dieses Engagement zeigt, wie stark der MINT-Gedanke an unserer Schule verankert ist und wie sehr unsere älteren Schülerinnen und Schüler bereit sind, ihr Wissen weiterzugeben.
Die Schnuppertage sind seit Jahren ein fester Bestandteil unseres Schulprofils und stoßen bei Kindern und Eltern auf sehr positive Resonanz. Gerade weil an vielen Grundschulen naturwissenschaftliches Experimentieren nur eingeschränkt möglich ist, bieten wir mit unseren modern ausgestatteten Fachräumen und zusätzlichen MINT-Angeboten ab Klasse 5 – etwa im vertiefendem Laborunterricht in der Natex-AG – ideale Bedingungen für neugierige und forschungsbegeisterte Kinder. Die Schnuppertage geben einen lebendigen Einblick in diese Möglichkeiten und zeigen, dass junge Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler an der IGS Gerhard Ertl bestens aufgehoben sind.















